Nächste Veranstaltungen

Samstag
24. Feb
19:30 | Konzert | Kleiner Goldener Saal
Mozartfest

Nach der vielfach prämierten CD‐Einspielung von Werken Vivaldis und gefeierten Konzerten in Europa und Japan widmen sich Akamus und der Ausnahme‐Cellist Jean

Freitag
04. Mai
19:30 | Konzert | Evang. Heilig Kreuz
Mozartfest

4. bis 13. Mai

Machtspiele // Powerplay

Möge die Macht mit uns sein!

Freuen Sie sich auf:

Deutsches Mozartfest 2018

Machtspiele // Powerplay

Ab November 2017 finden Sie hier das Programm des Deutschen Mozartfests 2018.

Freuen Sie sich vom 4. bis 13. Mai 2018 auf:

Cappella Gabetta
Belcea Quartet
Dorothee Oberlinger
Peter Simonischek
Franui
Maximilian Hornung & Sarah Christian
Chor des Bayerischen Rundfunks
Akademie für Alte Musik Berlin
Augsburger Philharmoniker
Bayerische Kammerphilharmonie

u.v.m.

Möge die Macht mit uns sein!


Archiv

Deutsches Mozartfest 2017 - Spurensuche

> Download Programmbuch Deutsches Mozartfest 2017 (PDF)

Kommen Sie mit auf Spurensuche!

Das Mozartfest 2017 begibt sich auf Spurensuche. Dass neben Bach vor allem Mozart und seine Musik von Komponisten und Musikern bis heute als Ausgangspunkt und Grundlage ihres eigenen Schaffens betrachtet wird, ist kein Geheimnis. Aber worauf basieren Mozarts Tonsprache und seine Art zu komponieren, wen nahm er sich selbst zum Vorbild? Die Spur führt zurück zu Claudio Monteverdi, der mit seiner „Seconda prattica“ der bis dahin vorherrschenden strengen Polyphonie eine an der Textverständlichkeit und am Bedeutungsgehalt orientierte, freiere Kompositionstechnik entgegensetzte. Während Bach bis heute als unübertroffener Meister der Kompositionstechnik gilt, hat Mozart die musikalische Form in den verschiedenen Gattungen zu einem Höhepunkt geführt: Oper, Symphonie, Konzert oder Kammermusik durchliefen eine Entwicklung von ihren Vorgängern im Frühbarock bis Mozart, der hier Standards setzte. Die Mozart’sche Formvollendung wurde wiederum von nachfolgenden Komponisten weiterentwickelt, entweder im bewussten Rückgriff auf Mozart oder in bewusster Abgrenzung. Diese Entwicklung setzt sich auch heute noch fort, aber immer gilt Mozart als das – vielleicht unerreichbare? – kompositorische Vorbild.

Das Mozartfest 2017 spürt den musikalischen Wurzeln und Linien nach und widmet sich insbesondere den Wegbereitern Claudio Monteverdi im Jahr seines 450. Geburtstags und Georg Philipp Telemann, dessen Todestag sich 2017 zum 250. Mal jährt. Die Spuren Mozarts führen über die Romantik und Komponisten wie Mendelssohn und Brahms hin zur zeitgenössischen Musik, die neben ganz eigenen Formen und Kompositionstechniken auch die „klassischen“, ja, Mozart’schen Vorbilder wiederentdeckt und sich damit auseinandersetzt.

Schwerpunkt Reformation

Einen besonderen Schwerpunkt beim Deutschen Mozartfest 2017 bildet das Reformationsjubiläum: Zwei Konzerte thematisieren regionale und musikgeschichtliche Aspekte der Reformation: Zum einen steht die Rolle Augsburgs in der Reformationsgeschichte im Mittelpunkt und welche bundesweit bedeutenden Entscheidungen in der Fuggerstadt getroffen wurden. Zum anderen spürt das Mozartfest den Ursprüngen der protestantischen Kirchenmusik in Franken und deren Auswirkungen auf eine konfessionell paritätische Stadt wie Augsburg nach. Das erscheint nur auf den ersten Blick ganz unmozartisch, denn Mozart war ein Meister im Aufnehmen und Verarbeiten von Spuren aller Art – um diese dann selbst für die Nachwelt zu legen.

 


Eröffnungskonzert

Fr 19. Mai | 19.30 Uhr | Parktheater Göggingen

TEATRO D’AMORE

mit L‘Arpeggiata, Nuria Rial, Vincenzo Capezzuto, Christina Pluhar

Eines der innovativsten Ensembles der internationalen Musikwelt eröffnet das Deutsche Mozartfest mit seinem legendären Programm Teatro d‘Amore, das die Madrigale Claudio Monteverdis so jung und frisch präsentiert, als wären 450 Jahre spurlos an ihnen vorbei gegangen. Mit Nuria Rial und Vincenzo Capezzuto beginnen zwei der großen Stimmen der Barockmusik die Spurensuche von Monteverdi zu Mozart.

 


Schwerpunkt Reformation

Sa 20. Mai | 19.30 Uhr | Ev. St. Ulrich

FROM HAMBURG WITH LOVE

mit Sarah Wegener, Jan Kobow, Benjamin Appl, Raimund Nolte, Das Vokalprojekt, Bayerische Kammerphilharmonie, Reinhard Goebel

Zum 200. Jubiläum des Augsburger Religionsfriedens schuf Georg Philipp Telemann 1755 sein prächtiges Oratorium „Holder Friede, heil‘ger Glaube“. Bereits 25 Jahre zuvor widmete Telemann der Fuggerstadt die Kantate „Sei tausendmal willkommen“ zum 200. Jahrestag der Confessio Augustana. Alte-Musik-Ikone Reinhard Goebel überbringt zum Reformationsjubiläum diese Liebesgrüße aus Hamburg.

 


Jazz

Sa 20. Mai | 22.30 Uhr | H2 Augsburg

JAZZ-GIPFEL. TANDEM

mit Michael Wollny und Vincent Peirani

Michael Wollny ist zugleich Popstar und kreative Keimzelle der europäischen Jazzszene. Der „vollkommene Klaviermeister“ (FAZ) zeigt mit seinem kongenialen Partner Vincent Peirani im neuen Programm „Tandem“, welche verschiedenen Spuren im Jazz ineinander verwoben sind und schreckt dabei auch nicht vor einer Bearbeitung des berühmten „Adagio für Strings“ von Samuel Barber zurück. Ganz ohne Streicher.

 


Zum Telemann-Jahr

So 21. Mai | 19.30 Uhr | Kleiner Goldener Saal

WOHIN? WO SOLL ICH HIN?

mit Nuria Rial, La Stagione Frankfurt, Michael Schneider

Der 84-jährige Georg Philipp Telemann schrieb 1765 mit „Ino“ eine Kantate, die an Dramatik kaum zu überbieten ist und an die Musiktragödien Glucks erinnert. 250 Jahre nach seinem Tod hat sich mit Starsopranistin Nuria Rial eine Idealbesetzung der Ino gefunden. La Stagione Frankfurt verbindet den späten Telemann mit der nur sieben Jahre später entstandenen Sinfonie Nr. 21 des 16-jährigen wilden Mozart.

 


Liederabend

Mo 22. Mai | 19.30 Uhr | Schaezlerpalais

LIEBE UND SCHMERZ

mit Sibylla Rubens und Christoph Hammer

Mozarts Liedschaffen steht zumeist außerhalb des Rampenlichts. Zu groß ist der Schatten, den die großen Opernarien werfen. Zu Unrecht, findet Sibylla Rubens. Die Grand Dame der Konzertbühne singt von den großen Gefühlen, die Mozart und viele seiner Zeitgenossen wie von Beecke oder Danzi in ihren Miniaturen verarbeiteten, lange bevor Schubert und Schumann das große deutsche Liedrepertoire begründeten.

 


Kammermusik

Di 23. Mai | 19.30 Uhr | Kleiner Goldener Saal

»NICHTS ALS HÄNDL UND BACH«

mit NeoBarock

„Das ist doch einmal etwas, aus dem sich etwas lernen lässt“ soll Mozart ausgerufen haben, als er im Hause des Barons van Swieten mit der Musik Johann Sebastian Bachs und Georg Friedrich Händels in Berührung kam. Mit den ECHO-Preisträgern von NeoBarock zeigt ein wegweisendes Spitzenensemble, was der lernbegierige Mozart von den Altmeistern des Kontrapunkts aufsog und verarbeitete.

 


ARD-Wettbewerb

Mi 24. Mai | 19.30 Uhr | Kleiner Goldener Saal

FESTIVAL DER ARD-PREISTRÄGER

mit dem Aris Quartett, Daniela Koch, Agnès Clément

Für viele Weltstars der klassischen Musik beginnt die Karriere beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD. Viele Teilnehmer sind bereits profilierte Musiker und spätestens nach einer Auszeichnung stehen den Preisträgern die Podien der Welt offen. In Augsburg erforscht eine einzigartige Kombination aus Streichquartett, Harfe und Flöte die Einflüsse Mozarts auf Beethoven, Debussy und Hosokawa.

 


Neue Musik

Mi 24. Mai | 22.00 Uhr | Katharinenkirche

RETROSPEKTIVE

mit Johannes Gutfleisch, Ensemble SoundLeaks

Unter dem Motto „Mozart & co. recomposed“ präsentiert das Ensemble SoundLeaks eine Art Zeitreise mit zeitgenössischen Be- und Verarbeitungen der Musik alter Meister. Salvatore Sciarrino, Tristan Murail und Isabell Mundry ließen sich von Dufay und Gesualdo inspirieren. Im Zentrum des Konzerts steht eine Uraufführung: Volker Nickel verarbeitet in einem neuen Werk das Festival-Thema „Spurensuche“.

 


Freistil

Do 25. Mai | 19.30 Uhr | Kleiner Goldener Saal

KLAVIERTRIOSPUREN

mit Sarah Christian, Maximilian Hornung, Fabian Müller

Premiere für Freistil, das Festival im Festival! Starcellist Maximilian Hornung und Sarah Christian verarbeiten das Thema des Deutschen Mozartfests auf ihre eigene Weise: Frei aber mit Stil! Den Auftakt bildet ein Abend mit Klaviertrios von Haydn und Mendelssohn Bartholdy. Die Spur führt weiter bis ins 20. Jahrhundert zu einer Bearbeitung von Arnold Schönbergs kammermusikalischer Sinfonischer Dichtung „Verklärte Nacht“.

 


Freistil

Fr 26. Mai | 19.30 Uhr | Kleiner Goldener Saal

STREICHQUINTETTSPUREN

mit Sarah Christian, Antje Weithaas, Nils Mönkemeyer, Jano Lisboa, Maximilian Hornung

Mozart schloss die meisten seiner Streichquartett-Zyklen mit einem Werk für fünf Streichinstrumente ab und gilt als der „Vater“ des Streichquintetts. Komponisten wie Felix Mendelssohn Bartholdy oder Johannes Brahms entwickelten diese Gattung weiter und setzten Standards in der Quintett-Literatur. Für das Freistil Festival haben sich Hornung und Christian mit Quintettpartnern der Extraklasse zusammen getan.

 


Schwerpunkt Reformation

Sa 27. Mai | 19.30 Uhr | Basilika St. Ulrich & Afra

SCHÄTZE LUTHERISCHER MUSIK

mit dem Windsbacher Knabenchor, Ensemble Wunderkammer, Martin Lehmann

Die Windsbacher, ein „Chor der Superlative“ (Süddeutsche Zeitung), widmen sich den Ursprüngen der protestantischen Kirchenmusik in Nürnberg, der ersten Reichsstadt, die sich bereits 1525 zur Reformation bekannte. Größen wie Hans Leo Haßler, Johann Pachelbel und Johann Eccard schufen eine neue Art der Kirchenmusik und verbanden darin die prachtvolle venezianische Mehrchörigkeit mit den Chorälen Luthers.

 


Freistil

Sa 27. Mai | 22.30 Uhr | Mahagoni Bar

CELLOCLUBBING

mit Cellisten des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, Maximilian Hornung, Julian Maier-Hauff

Ein Club, Partyvolk, ein DJ, Live Electronics und vier Cellisten. Passt nicht zum Mozartfest? Passt doch. Wolfgang Amadeus hätte dieses Experiment mit Sicherheit sehr gefallen und wer weiß, vielleicht wäre er gerne auch selbst an den Turntables gestanden und hätte bis früh morgens gefeiert. Party on!

 


Abschlusskonzert

So 28. Mai | 19.30 Uhr | Kongress am Park

MOZART & STRAUSS RELOADED

mit Steven Isserlis, Ziyu Shen, Alexander Sitkovetsky, Georgy Kovalev, Augsburger Philharmoniker, GMD Domonkos Héja

Zum Abschluss und als Höhepunkt des Deutschen Mozartfests kommt Cello-Legende Steven Isserlis nach Augsburg. Gemeinsam mit Meisterschülern der Kronberg Academy verbindet Isserlis Mozarts berühmte Sinfonia Concertante mit einer Concertante moderner Prägung: Richard Strauss‘ monumentaler Tondichtung Don Quixote.