Deutsche Mozartstadt Augsburg
Mozartstadt Augsburg
Programm
Künstler
Presse
Service
Träger Kontakt Impressum Links
 



Stadt Augsburg


»Ich habe ein artiges Clavierl vom H: Stein in Augspurg gekauft« (aus einem Brief von Leopold Mozart an Lorenz Hagenauer vom 20.8.1763)

Der Augsburger Klavier- und Orgelbauer Johann Andreas Stein

Johann Andreas Stein wurde am 06.05.1728 in Heidelsheim / Baden (als Sohn des Ehepaares Johann Georg Stein geb.1697 und der Anna Katharina Kummer geb.1695) geboren. Seine Lehr- und Wanderjahre führten ihn u.a. nach Straßburg zu Johann Andreas Silbermann, dem berühmtesten Orgelbauer seiner Zeit, nach Regensburg, Ulm und Stuttgart.

1750 ließ sich Andreas Stein schließlich im musikalisch und geschäftlich lebendigen Augsburg nieder. Er hatte viel zu tun, denn die Stadt besaß zu dieser Zeit keinen Orgelbauer und so wurde er mit Orgelreparaturen in den evangelischen Kirchen Hl. Kreuz, St. Jakob und St. Ulrich beauftragt. Sein Talent konnte Stein mit dem Bau einer neuen Orgel für die Barfüßerkirche beweisen, die an Pfingsten 1757 eingeweiht wurde (im Zweiten Weltkrieg wurde sie leider zerstört).

Der Ruf Steins war mittlerweile so gefestigt, dass er im selben Jahr das Augsburger Bürgerrecht erwerben konnte. Auch auf dem Gebiet des Klavierbaus war er erfolgreich:
Er brachte den Bau von Hammerklavieren zu höchster Vollkommenheit. Etwa 700 Klaviere kamen aus seiner Werkstatt und fanden in ganz Europa Absatz.

Er war Mitglied des »Collegium musicum« und langjähriger Freund der Familie Mozart. Während seines Aufenthaltes mit seinen Wunderkindern in Augsburg vom 22. Juni bis 6. Juli 1763 erwarb Leopold Mozart in Steins Werkstatt »am Lech« - später zog Stein in die prachtvolle Maximilianstraße - ein Reiseklavier, das Wolfgang Amadeus jahrelang benutzt hat.

Später, während des Augsburg-Aufenthaltes von Wolfgang Amadeus Mozart im Oktober 1777 war Stein ihm ein enger Vertauter. Das Konzert, das am 22. Oktober im Saal des Fuggerhauses stattfand, wurde auf drei Steinschen Hammerflügeln gespielt - den dritten spielte übrigens Stein selbst!

Weniger begeistert zeigte sich Wolfgang Amadeus Mozart vom Talent der Tochter Steins, Nanette genannt, die bereits mit sieben Jahren erfolgreich Konzerte auf dem Klavier in Augsburg gab und dort deswegen als Wunderkind galt, so schrieb Mozart an seinen Vater: »...appropos wegen seinen Mädl, wer sie spiellen sieht und hört, und nicht lachen muß, der muß von stein wie ihr vatter seyn...«.

Nach Steins Tod 1792 verlegten seine Kinder Nanette, nun verheiratet Streicher, und Matthäus Andreas (1776-1842), den Betrieb nach Wien. Dort wurde Nanette Beethovens »barmherzige Samariterin«, der ihr in rührenden Briefen seine Verehrung erwies. Eines der wenigen erhaltenen Hammerklaviere (1785) von Johann Andreas Stein kann übrigens in der Mozart-Gedenkstätte besichtigt werden.
(R.W.)





Spezialistin auf dem Gebiet der Alten Musik



ist einer der führenden Pianisten unserer Zeit



singt als Mozarttenor an allen bedeutenden Opernhäusern weltweit



Gegründet im Frühjahr 2005



erhielt bereits viermal den ECHO Klassik



lässt die beredte Barockmusik von innen sprechen



leitet erfolgreich Weltklasseorchester von London bis Mailand



profilierte sich als einer der wichtigsten Exponenten der kontinentalen "Early-Music-scene"



entwickelt eigene Konzert- und Programmkonzepte auf höchstem Niveau



sind ständig an bedeutenden Bühnen engagiert