Sarah Christian gewinnt ARD-Wettbewerb

Montag, 11 September, 2017

In der vergangen Wochenende fanden in München die Finals des diesjährigen ARD-Wettbewerb statt. Dabei gab es für zwei Künstler des Augsburger Mozartfests viel zu feiern.

Sarah Christian, die als regelmässiger Gast zur Augsburger Mozartfest-Familie zählt, wo sie gemeinsam mit Maximilian Hornung die „Freistil“-Konzerte des Festivals entwickelt, hat Jury und Publikum überzeugt: bei Nicht-Vergabe des ersten Preises teilt sie sich mit dem italienischen Geiger Andrea Obiso den zweiten Platz und erspielte sich zudem den Publikumspreis. In einem kurzen Gespräch nach dem Wettbewerb verriet sie: „Ich habe nichts erwartet, aber als der Wettbewerb lief und ich gemerkt habe, dass die Runden angenehm sind und ich entspannt das zeigen konnte, was ich wollte, konnte ich mir einen Preis immer besser vorstellen.“ Dass Raum für Musikalität und – soweit das in Wettbewerbssituationen möglich ist – entspanntes Spielen da war, lag laut Solistin auch an der Jury, die nicht vorrangig auf perfekt getrimmte Virtuosität und digital ausgemessene Intonation achtete, sondern der Lebendigkeit des Vortrags, dem musikalischen Tiefgang und der authentischen Bühnenpräsenz offenbar große Bedeutung zumass. Dass die junge Geigerin mit sämtlichen dieser Tugenden reich beschenkt ist, war trotz der Extremsituation Wettbewerb unüberhörbar. Die Mozartstadt freut sich schon jetzt auf die „Freistil“-Konzerte mit Sarah Christian am 11. und 12. Mai 2018. Dann wird sie gemeinsam mit Maximilian Hornung, Herbert Schuch und anderen Kammermusikpartnern Werke von Messiaen, Schostakowitsch, Schubert und Mahler spielen.

Auch der Pianist Fabian Müller war einer der „Freistil“-Künstler beim Mozartfest 2017. Er gewann durch seine eindringliche Darbietung die Zustimmung der hochkarätigen Klavier-Jury in allen Durchgängen, stand am Freitag neben zwei asiatischen Kollegen im Finale und erspielte sich mit einer sehr authentischen und reifen Version von Beethovens c-moll Konzert den zweiten Platz sowie den Publikumspreis. Sicher wird auch seine Kunst noch des Öfteren in Augsburg zu bewundern sein.