Akkordeon Teil 1

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Akkordeon Teil 2

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Deutsches Mozartfest 2017 - Spurensuche

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Kommen Sie mit auf Spurensuche!

Das Mozartfest 2017 begibt sich auf Spurensuche. Dass neben Bach vor allem Mozart und seine Musik von Komponisten und Musikern bis heute als Ausgangspunkt und Grundlage ihres eigenen Schaffens betrachtet wird, ist kein Geheimnis. Aber worauf basieren Mozarts Tonsprache und seine Art zu komponieren, wen nahm er sich selbst zum Vorbild? Die Spur führt zurück zu Claudio Monteverdi, der mit seiner „Seconda prattica“ der bis dahin vorherrschenden strengen Polyphonie eine an der Textverständlichkeit und am Bedeutungsgehalt orientierte, freiere Kompositionstechnik entgegensetzte. Während Bach bis heute als unübertroffener Meister der Kompositionstechnik gilt, hat Mozart die musikalische Form in den verschiedenen Gattungen zu einem Höhepunkt geführt: Oper, Symphonie, Konzert oder Kammermusik durchliefen eine Entwicklung von ihren Vorgängern im Frühbarock bis Mozart, der hier Standards setzte. Die Mozart’sche Formvollendung wurde wiederum von nachfolgenden Komponisten weiterentwickelt, entweder im bewussten Rückgriff auf Mozart oder in bewusster Abgrenzung. Diese Entwicklung setzt sich auch heute noch fort, aber immer gilt Mozart als das – vielleicht unerreichbare? – kompositorische Vorbild.

Das Mozartfest 2017 spürt den musikalischen Wurzeln und Linien nach und widmet sich insbesondere den Wegbereitern Claudio Monteverdi im Jahr seines 450. Geburtstags und Georg Philipp Telemann, dessen Todestag sich 2017 zum 250. Mal jährt. Die Spuren Mozarts führen über die Romantik und Komponisten wie Mendelssohn und Brahms hin zur zeitgenössischen Musik, die neben ganz eigenen Formen und Kompositionstechniken auch die „klassischen“, ja, Mozart’schen Vorbilder wiederentdeckt und sich damit auseinandersetzt.

Schwerpunkt Reformation

Einen besonderen Schwerpunkt beim Deutschen Mozartfest 2017 bildet das Reformationsjubiläum: Zwei Konzerte thematisieren regionale und musikgeschichtliche Aspekte der Reformation: Zum einen steht die Rolle Augsburgs in der Reformationsgeschichte im Mittelpunkt und welche bundesweit bedeutenden Entscheidungen in der Fuggerstadt getroffen wurden. Zum anderen spürt das Mozartfest den Ursprüngen der protestantischen Kirchenmusik in Franken und deren Auswirkungen auf eine konfessionell paritätische Stadt wie Augsburg nach. Das erscheint nur auf den ersten Blick ganz unmozartisch, denn Mozart war ein Meister im Aufnehmen und Verarbeiten von Spuren aller Art – um diese dann selbst für die Nachwelt zu legen.

 


Eröffnungskonzert

Fr 19. Mai | 19.30 Uhr | Parktheater Göggingen

TEATRO D’AMORE

mit L‘Arpeggiata, Nuria Rial, Vincenzo Capezzuto, Christina Pluhar

Eines der innovativsten Ensembles der internationalen Musikwelt eröffnet das Deutsche Mozartfest mit seinem legendären Programm Teatro d‘Amore, das die Madrigale Claudio Monteverdis so jung und frisch präsentiert, als wären 450 Jahre spurlos an ihnen vorbei gegangen. Mit Nuria Rial und Vincenzo Capezzuto beginnen zwei der großen Stimmen der Barockmusik die Spurensuche von Monteverdi zu Mozart.

 


Schwerpunkt Reformation

Sa 20. Mai | 19.30 Uhr | Ev. St. Ulrich

FROM HAMBURG WITH LOVE

mit Sarah Wegener, Jan Kobow, Benjamin Appl, Raimund Nolte, Das Vokalprojekt, Bayerische Kammerphilharmonie, Reinhard Goebel

Zum 200. Jubiläum des Augsburger Religionsfriedens schuf Georg Philipp Telemann 1755 sein prächtiges Oratorium „Holder Friede, heil‘ger Glaube“. Bereits 25 Jahre zuvor widmete Telemann der Fuggerstadt die Kantate „Sei tausendmal willkommen“ zum 200. Jahrestag der Confessio Augustana. Alte-Musik-Ikone Reinhard Goebel überbringt zum Reformationsjubiläum diese Liebesgrüße aus Hamburg.

 


Jazz

Sa 20. Mai | 22.30 Uhr | H2 Augsburg

JAZZ-GIPFEL. TANDEM

mit Michael Wollny und Vincent Peirani

Michael Wollny ist zugleich Popstar und kreative Keimzelle der europäischen Jazzszene. Der „vollkommene Klaviermeister“ (FAZ) zeigt mit seinem kongenialen Partner Vincent Peirani im neuen Programm „Tandem“, welche verschiedenen Spuren im Jazz ineinander verwoben sind und schreckt dabei auch nicht vor einer Bearbeitung des berühmten „Adagio für Strings“ von Samuel Barber zurück. Ganz ohne Streicher.

 


Zum Telemann-Jahr

So 21. Mai | 19.30 Uhr | Kleiner Goldener Saal

WOHIN? WO SOLL ICH HIN?

mit Nuria Rial, La Stagione Frankfurt, Michael Schneider

Der 84-jährige Georg Philipp Telemann schrieb 1765 mit „Ino“ eine Kantate, die an Dramatik kaum zu überbieten ist und an die Musiktragödien Glucks erinnert. 250 Jahre nach seinem Tod hat sich mit Starsopranistin Nuria Rial eine Idealbesetzung der Ino gefunden. La Stagione Frankfurt verbindet den späten Telemann mit der nur sieben Jahre später entstandenen Sinfonie Nr. 21 des 16-jährigen wilden Mozart.

 


Liederabend

Mo 22. Mai | 19.30 Uhr | Schaezlerpalais

LIEBE UND SCHMERZ

mit Sibylla Rubens und Christoph Hammer

Mozarts Liedschaffen steht zumeist außerhalb des Rampenlichts. Zu groß ist der Schatten, den die großen Opernarien werfen. Zu Unrecht, findet Sibylla Rubens. Die Grand Dame der Konzertbühne singt von den großen Gefühlen, die Mozart und viele seiner Zeitgenossen wie von Beecke oder Danzi in ihren Miniaturen verarbeiteten, lange bevor Schubert und Schumann das große deutsche Liedrepertoire begründeten.

 


Kammermusik

Di 23. Mai | 19.30 Uhr | Kleiner Goldener Saal

»NICHTS ALS HÄNDL UND BACH«

mit NeoBarock

„Das ist doch einmal etwas, aus dem sich etwas lernen lässt“ soll Mozart ausgerufen haben, als er im Hause des Barons van Swieten mit der Musik Johann Sebastian Bachs und Georg Friedrich Händels in Berührung kam. Mit den ECHO-Preisträgern von NeoBarock zeigt ein wegweisendes Spitzenensemble, was der lernbegierige Mozart von den Altmeistern des Kontrapunkts aufsog und verarbeitete.

 


ARD-Wettbewerb

Mi 24. Mai | 19.30 Uhr | Kleiner Goldener Saal

FESTIVAL DER ARD-PREISTRÄGER

mit dem Aris Quartett, Daniela Koch, Agnès Clément

Für viele Weltstars der klassischen Musik beginnt die Karriere beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD. Viele Teilnehmer sind bereits profilierte Musiker und spätestens nach einer Auszeichnung stehen den Preisträgern die Podien der Welt offen. In Augsburg erforscht eine einzigartige Kombination aus Streichquartett, Harfe und Flöte die Einflüsse Mozarts auf Beethoven, Debussy und Hosokawa.

 


Neue Musik

Mi 24. Mai | 22.00 Uhr | Katharinenkirche

RETROSPEKTIVE

mit Johannes Gutfleisch, Ensemble SoundLeaks

Unter dem Motto „Mozart & co. recomposed“ präsentiert das Ensemble SoundLeaks eine Art Zeitreise mit zeitgenössischen Be- und Verarbeitungen der Musik alter Meister. Salvatore Sciarrino, Tristan Murail und Isabell Mundry ließen sich von Dufay und Gesualdo inspirieren. Im Zentrum des Konzerts steht eine Uraufführung: Volker Nickel verarbeitet in einem neuen Werk das Festival-Thema „Spurensuche“.

 


Freistil

Do 25. Mai | 19.30 Uhr | Kleiner Goldener Saal

KLAVIERTRIOSPUREN

mit Sarah Christian, Maximilian Hornung, Fabian Müller

Premiere für Freistil, das Festival im Festival! Starcellist Maximilian Hornung und Sarah Christian verarbeiten das Thema des Deutschen Mozartfests auf ihre eigene Weise: Frei aber mit Stil! Den Auftakt bildet ein Abend mit Klaviertrios von Haydn und Mendelssohn Bartholdy. Die Spur führt weiter bis ins 20. Jahrhundert zu einer Bearbeitung von Arnold Schönbergs kammermusikalischer Sinfonischer Dichtung „Verklärte Nacht“.

 


Freistil

Fr 26. Mai | 19.30 Uhr | Kleiner Goldener Saal

STREICHQUINTETTSPUREN

mit Sarah Christian, Antje Weithaas, Nils Mönkemeyer, Jano Lisboa, Maximilian Hornung

Mozart schloss die meisten seiner Streichquartett-Zyklen mit einem Werk für fünf Streichinstrumente ab und gilt als der „Vater“ des Streichquintetts. Komponisten wie Felix Mendelssohn Bartholdy oder Johannes Brahms entwickelten diese Gattung weiter und setzten Standards in der Quintett-Literatur. Für das Freistil Festival haben sich Hornung und Christian mit Quintettpartnern der Extraklasse zusammen getan.

 


Schwerpunkt Reformation

Sa 27. Mai | 19.30 Uhr | Basilika St. Ulrich & Afra

SCHÄTZE LUTHERISCHER MUSIK

mit dem Windsbacher Knabenchor, Ensemble Wunderkammer, Martin Lehmann

Die Windsbacher, ein „Chor der Superlative“ (Süddeutsche Zeitung), widmen sich den Ursprüngen der protestantischen Kirchenmusik in Nürnberg, der ersten Reichsstadt, die sich bereits 1525 zur Reformation bekannte. Größen wie Hans Leo Haßler, Johann Pachelbel und Johann Eccard schufen eine neue Art der Kirchenmusik und verbanden darin die prachtvolle venezianische Mehrchörigkeit mit den Chorälen Luthers.

 


Freistil

Sa 27. Mai | 22.30 Uhr | Mahagoni Bar

CELLOCLUBBING

mit Cellisten des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, Maximilian Hornung, Julian Maier-Hauff

Ein Club, Partyvolk, ein DJ, Live Electronics und vier Cellisten. Passt nicht zum Mozartfest? Passt doch. Wolfgang Amadeus hätte dieses Experiment mit Sicherheit sehr gefallen und wer weiß, vielleicht wäre er gerne auch selbst an den Turntables gestanden und hätte bis früh morgens gefeiert. Party on!

 


Abschlusskonzert

So 28. Mai | 19.30 Uhr | Kongress am Park

MOZART & STRAUSS RELOADED

mit Steven Isserlis, Ziyu Shen, Alexander Sitkovetsky, Georgy Kovalev, Augsburger Philharmoniker, GMD Domonkos Héja

Zum Abschluss und als Höhepunkt des Deutschen Mozartfests kommt Cello-Legende Steven Isserlis nach Augsburg. Gemeinsam mit Meisterschülern der Kronberg Academy verbindet Isserlis Mozarts berühmte Sinfonia Concertante mit einer Concertante moderner Prägung: Richard Strauss‘ monumentaler Tondichtung Don Quixote.

Pressefotos fürs Mozartfeschtle 2018

fotos_feschtle.zip

alle Fotos (c)Mozartstadt außer
Tim Allhoff: (c)Sven Bänziger
Mozart in the Jungle: (c)Amazon prime
Wirtshausjam: (c)Franziska Wagner

PM_20.11.17: Zweites Augsburger Mozartfeschtle

pressetext_mozartfeschtle_2018_cg.pdf

Mozart on Ice, Wirtshausjam, Mozart-Schnitzeljagd und Licht-Improvisation zu Tim Allhoffs Jazz – das Mozartfeschtle geht in die zweite Runde

Am 28. Januar 2018 lockt die Mozartstadt Augsburg wieder mit bunten und musikalisch vielfältigen Aktionen und Konzerten ins Domviertel. Familien und Interessierte jeden Alters sind eingeladen.

Augsburg, 20.11.2017 - Nachdem das erste Augsburger Mozartfeschtle im Februar 2017 große Begeisterung auslöste veranstaltet das Mozartbüro Anfang 2018 wieder einen fröhlichen Aktionstag rund um die berühmte Augsburger Musikerfamilie. „Wir wollen den schönen Titel ‚Mozartstadt‘ mit Leben füllen und mit dem Mozartfeschtle ein vielfältiges und genussvolles Programm anbieten, bei dem für jeden was dabei ist!“ sagt Carmen Groll, Mitarbeiterin im Mozartbüro und Organisatorin des Mozartfeschtles.

Bewährtes wie Mozartschnitzeljagd für Kinder, Kanon-Singen mit Peter Bader, Menuett-Workshop, „Schwimmen mit Mozart“ im Stadtbad und Kammermusik in der Straßenbahn wird es wieder geben, aber auch viele ganz neue Sachen: wer möchte, beginnt den Tag im Kleinen Goldenen Saal mit einer musikalischen Yogastunde – mit Mantras auf Klavier und Cello; danach geht es zum gemütlichen Brunch mit Marimbaklängen ins Akti:f Café (Klinkertorstraße 1), das als offizieller „Feschtle“-Treffpunkt zwischen Domviertel und Eisstadion ganztägig zum entspannen und genießen einlädt.

Bei „Mozart on Ice“ im Curt-Frenzel-Stadion kann man zu Blechbläsersound Pirouetten drehen. In der Maxklause gibt es mittags musikalische Appetitanreger mit drei Sängern und Klavier („Lieblingsrezepte“ von Mozart und Offenbach), danach bekommt der Gast Mozarts Leibspeise serviert! Wäre das nicht ein ideales (Weihnachts)-Geschenk für Opern- und Operettenfreunde? Naschkatzen kommen nachmittags im Grandhotel mit Mozarts Lieblings-Mehlspeisen auf ihre Kosten.

Auch die städtische Musikschule „SUMMA“ macht mit und bietet ein fröhliches Instrumentenkarussell für Kinder ab sechs Jahren an. Stolz präsentiert die Mozartstadt gemeinsam mit dem Liliom die preisgekrönte Serie „Mozart in the Jungle“ –das Mozartfeschtle zeigt exklusiv sechs spannende Folgen! Um 18 Uhr endet der Tag mit einem einmaligen Erlebnis: der renommierte Jazzpianist Tim Allhoff inszeniert gemeinsam mit zwei Künstlern eine Improvisation aus Tönen und Licht im Kleinen Goldenen Saal.

Am Vorabend des Feschtles gibt die Bayerische Kammerphilharmonie ein Konzert direkt zu Mozarts Geburtstag, nach dem Konzert sind alle Musizierlustigen in die Maxklause zum „Wirtshausjam“ in memoriam W.A. Mozart eingeladen! Mitspieler werden wie anno dazumal mit Brotzeit und zwei halben Bier belohnt.

Erwachsene zahlen 10,- €, Schüler ab 6 Jahren und Studenten 5,- € für den ganzen Tag (inklusive Jazzkonzert am Abend, ohne Essen und Getränke). Das Programm sowie Informationen und Eintrittskarten unter www.mozartstadt.de. Am 28.01.Tageskasse an allen Veranstaltungsorten.

PM_13.11.17: Programmvorstellung "Machtspiele" 2018

Deutsches Mozartfest 04. – 13. Mai 2018

Das Mozartfest Augsburg veranstaltet „Machtspiele“

Augsburg, 13.11.2017 

Vom 04. bis zum 13. Mai 2018 findet in Augsburg das Deutsche Mozartfest mit anschließendem Mozartfest für Kinder Kling Klang Gloria! statt.  Künstler der Weltelite beleuchten verschiedene Aspekte von Musik innerhalb der Gesellschaftssysteme im Wandel der Zeit, aber auch die eigene, immanente Macht der Musik. In der kindgerechten Auslegung lautet das Motto dann „macht Spiele!“

Schwellen abbauen und den Zugang zu musikalischen Spitzenerlebnissen quer durch die Gesellschaft ermöglichen – dieser Grundsatz liegt dem künstlerischen Leiter des Deutschen Mozartfests Augsburg, Simon Pickel, genauso wie Ute Legner, Leiterin des städtischen Musikvermittlungsprojekts „MehrMusik!“ am Herzen. Gemeinsam stellten sie am 12. November das Festivalprogramm für 2018 vor. Dabei steht der vermittelnde Ansatz in spannendem Kontrast zum Festivalthema „Machtspiele“.

Musik als Instrument der Mächtigen im Wandel der Zeit

Gesellschaftliche Macht lebt von Ausgrenzung und Unnahbarkeit, und noch in Mozarts Jahrhundert war anspruchsvolle Musik der Kirche und dem höfischen Adel vorbehalten. Die Cappella Gabetta eröffnet das Mozartfest 2018 mit Musik vom prunkvollen Habsburger Hof, Mozarts Sehnsuchtsort. Dorothee Oberlinger wagt mit ihrem Ensemble 1700 den Blick auf das freigeistige Sanssouci. Beide „Hofkonzerte“ sind beim Augsburger Mozartfest selbstverständlich jedem zugänglich.

Wie sich die Musik zu einer bürgerlichen Angelegenheit wandelte, ist schon in einem „Vorspiel“ des Deutschen Mozartfests am 24. Februar zu erleben: Dann zelebrieren Jean-Guihen Queyras und die Akademie für Alte Musik Berlin mit Haydn und Pleyel das musikalische „Erwachen der (bürgerlichen) Macht“.

Mit ihrer „Kleinen Machtmusik“ zeigen Gabriel Adorján und die Bayerischen Kammerphilharmonie Musik als Mittel des äußeren und inneren Widerstands gegen totalitäre Systeme im 20. Jahrhundert.

Freistil: Internationale Kammermusik-Traumbesetzung mit Maximilian Hornung und Sarah Christian

Sarah Christian, Maximilian Hornung und ein Who-is-who internationaler Solisten um Sebastian Manz und Herbert Schuch widmen sich in der Reihe „Freistil“ zunächst der Frage, welchen Zwängen Komponisten und Musiker in Exil und Kriegsgefangenenlager ausgesetzt waren. Im zweiten Konzert sprengen die jungen Musiker mit einer Mahler-Sinfonie Grenzen – ganz unpolitisch und mit der puren Macht der Musik! ARD-Preisträgerin Sarah Christian ist auch Solistin einer russischen Matinee mit den Augsburger Philharmonikern rund um das „Mächtige Häuflein“. 

 

Sinnliche und absolute Macht in der Musik

Sinnlich wird es beim Auftritt von Toni Erdmann-Darsteller Peter Simonischek, der gemeinsam mit der Musicbanda Franui  die „ohnmächtige“ Kraft von Mozarts Divertimenti in Kombination mit Texten von Kierkegaard, Jandl und Enzensberger unerhört neu zur Geltung bringt. Unkonventionell wird auch der Auftritt des legendären Belcea Quartet, das neben Beethoven buchstäblich „Mysteriöses“ bietet und mit der Macht unserer Erwartung spielt: Es wird nur ein Teil des Programms verraten! Die emotionale Macht der Musik schließlich wird in der Flamenco-Clubnacht mit Gambist Fahmi Alquai und Flamenco-Sängerin Rocío Márquez entfesselt.

Um die einzige Macht, die Mozart jemals anerkannt hat, geht es im Abschlusskonzert, wenn der Chor des Bayerischen Rundfunks gemeinsam mit der Akademie für Alte Musik Berlin Mozarts Glaubens- und Liebesbekenntnis zum Klingen bringt: die c-Moll Messe.

Musikvermittlung als zentrales Anliegen

In direktem Anschluss an das Deutsche Mozartfest veranstaltet die Stadt Augsburg vom 13. bis 18. Mai ein ganzes Musikfestival für Kinder. Das begeistert aufgenommene Konzept von 2017 mit eigens erarbeiteten Kinder-Jazz-Konzerten, Stadtführungen und mobilen Vermittlungsprogrammen an Schulen wird 2018 weitergeführt.

Dass die renommierten Künstler des Deutschen Mozartfests nicht nur auf der Bühne etwas zu sagen haben, zeigen sie nach ausgewählten Konzerten im lockeren Künstlergespräch. Das Publikum kann bei einem Drink die Stars persönlich nach ihren musikalischen Machterlebnissen fragen.

Mit dem Leopold-Mozart-Zentrum (LMZ) verfügt Augsburg über eine Musikausbildungsstätte mit einzigartigem Profil. Für das Deutsche Mozartfest 2018 wird ein neues Format entwickelt: der Studiengang Musikvermittlung / Konzertpädagogik gestaltet im und um das Schaetzlerpalais einen Erlebnistag voller musikalischer (Ver-)Führungen bei freiem Eintritt.

Neue Kartenpreise – Weltklasse für alle!

2018 gelten neue Kartenpreise: Das günstigste Ticket ist wie gehabt für 11 € zu haben, die teuerste Kategorie wurde auf 35 € gesenkt. Junge Leute erhalten an der Abendkasse U28-Tickets für 10 € auf allen Plätzen. Festivalleiter Simon Pickel möchte das Mozartfest vom elitären Image der klassischen Musik distanzieren und einem möglichst großen Teil der Bevölkerung, quer durch alle Alters- und sozialen Schichten den Zugang zu Kultur ermöglichen.

PM_20.10.2017: Mozartstadt-Netzwerktreffen zum Leopold-Mozart-Jubiläum 2019

20.10.2017 - Netzwerktreffen der Mozartstadt zum großen Leopold-Mozart-Jubiläum 2019: Leopold Mozart als Mittler zwischen Welten

 Am 19. Oktober trafen sich zahlreiche Netzwerkpartner aus dem Verbund der Mozartstadt im Zeughaus, um sich erstmals im großen Kreis über das 2019 anstehende Jubiläum „300 Jahre Leopold Mozart“ auszutauschen.

Offensichtlich hat Augsburg Lust auf Mozart: Hoch erfreut waren die Gastgeber, Kulturreferent Thomas Weitzel und Mozartbeauftragter Simon Pickel, über die vielen Teilnehmer. Fast 30 Augsburger Kulturmacher aus verschiedensten Bereichen beteiligten sich an der ersten Gesprächsrunde zum Jubiläumsjahr. Es soll 2019 gemeinsam gelingen, die verschiedenen Facetten des aufgeklärten Europäers Leopold Mozarts auf möglichst vielfältige Weise darzustellen.

Neben den städtischen bzw. von der Stadt geförderten Mozart-Leuchttürmen Deutsches Mozartfest und Internationaler Violinwettbewerb Leopold Mozart (anlässlich des Jubiläums finden 2019 beide aufeinander folgend im Mai und Juni 2019 statt), wird es einen großen Festakt am 14. November 2019 geben und auch die städtische Kunstnacht (Ende Juni 2019) wird das Jubiläum aufgreifen.

Jahresprogramm: Aufruf zur Beteiligung an alle Kulturbereiche

Es ist der Mozartstadt darüber hinaus ein großes Anliegen, möglichst viele Macher aus den unterschiedlichsten Kulturbereichen in das Jubiläumsgeschehen einzubinden. Für 2019 soll daher ein gedrucktes Jahresprogramm entstehen, in dem alle Veranstaltungen, die sich mit dem Themenkreis des Leopold-Geburtstags beschäftigen, dargestellt werden. Redaktionsschluss ist der 30. September 2018. Dabei sind nicht nur musikalische Beiträge gewünscht, Leopold Mozart war schließlich weit mehr als ein Komponist und der Lehrer seines Sohnes: „Als internationaler Netzwerker und in seiner aufgeklärten europäischen Denkweise war Leopold eine Persönlichkeit, die gerade in der heutigen Zeit, in der eine europäische Weitsicht so nötig ist, hochaktuell und modern erscheint.“, so Simon Pickel. Leopold Mozarts Jubiläumsjahr trägt folgerichtig die Überschrift „Ein Mittler zwischen Welten“. Konkrete Pläne zum Thema gibt es bereits beim Textilmuseum tim (Kooperation mit dem bayerischen Nationalmuseum) und beim S’ensemble Theater, das ab 2018 das Stück „Klavierkind“ regelmäßig im Mozarthaus spielen wird.

Fördertopf für nicht-städtische Projekte

Gespannt waren alle auf die Förderungsmöglichkeiten von nicht-städtischen Jubiläumsprojekten durch die Stadt: Neben den regulären Mitteln aus der Kulturförderung des Kulturamts steht ein zusätzlicher Fördertopf in Höhe von 32.000,- € für nicht-städtische Projekte bereit. Das Geld soll möglichst vielen Projekten zugute kommen, weshalb Thomas Weitzel dazu aufrief, Allianzen mit anderen Netzwerkpartnern einzugehen. Projekte, die mit einem Vermittlungs-Konzept arbeiten, sind dabei besonders gern gesehen. Innovative, kreative Ansätze, die auch junges Publikum einbinden sowie die Stärkung der Netzwerke durch Kooperationen seien die große Stärke der Augsburger Kulturlandschaft, so verlauten Thomas Weitzel und Simon Pickel einvernehmlich. Die positive Reaktion der Netzwerkpartner zeigt, dass die Lust auf Zusammenarbeit da ist, erste gemeinsame Ideen wurden schon formuliert.

Antragsfrist für Mittel aus dem Fördertopf ist der 31. Juli 2018, Anträge sind ab Januar 2018 auf www.mozartstadt.de verfügbar. Weitere Informationen können im Mozartbüro im Kulturamt eingeholt werden: mozartstadt@augsburg.de , 0821 – 324 32 67.

PM_26.09.2017: Linus Roth neuer Leiter des internationalen Violinwettbewerbs Leopold Mozart

In einer Pressekonferenz am 26. September 2017 stellte das Leopold-Mozart-Kuratorium unter dem Vorsitz von Paul Waning den deutschen Violinisten Linus Roth als neuen Künstlerischen Leiter des Internationalen Violinwettbewerbes Leopold Mozart in Augsburg vor..
 
„2019 ist ein ganz besonderes Mozartjahr, denn wir feiern dann den 300. Geburtstag von Leopold Mozart, der in Augsburg das Licht der Welt erblickt hat“, so Linus Roth im Hinblick auf seine Ernennung. „Ich freue mich deshalb ganz besonders zum Jubiläumsjahr für den 10. Internationalen Leopold Mozart Wettbewerb Augsburg meine Tätigkeit aufnehmen zu dürfen.“ Soeben wurde verkündet, dass der Augsburger Violinprofessor Linus Roth  einen Echo Klassik am 29. Oktober in Hamburg für die beste Konzerteinspielung (19. Jahrhundert) erhält. In der gekürten Aufnahme hat er sich Tschaikowskys Violinkonzert in der Originalversion und dem Violinkonzert von Dimitri Schostakowitsch mit dem London Symphony Orchestra unter der Leitung von Thomas Sanderling gewidmet.
 
10. Internationaler Violinwettbewerb Leopold Mozart vom 31. Mai bis 8. Juni 2019  
 
Der Internationale Violinwettbewerb ist ebenso wie das Deutsche Mozartfest Augsburg wichtiger Teil der Feierlichkeiten zum Leopold-Mozart-Jubiläum in der Deutschen Mozartstadt. Der Kuratoriumsvorsitzende Paul Waning und Simon Pickel, Leiter des Mozartbüros der Stadt Augsburg, freuen sich zusammen mit dem Augsburger Kulturreferenten Thomas Weitzel über die Ernennung Roths und die gemeinsame Gestaltung Gestaltung des Jubiläumsjahrs mit Wettbewerb und Deutschem Mozartfest, welches sich auf die Fahne geschrieben hat, den Pädagogen, Humanisten und aufgeklärten Europäer Leopold Mozart ins Zentrum zu rücken. Im Geburtsjahr seines genialen Sohnes hat Leopold Mozart seine bedeutende Violinschule in Augsburg veröffentlicht, die in den letzten Jahren dank der Historischen Aufführungspraxis noch einmal eine Renaissance erlebt hat. Ferner werden durch den Internationalen Violinwettbewerb ganz im Sinne von Leopold Mozart enge Verbindungen zur nächsten Generationen von Geigern aufgebaut. „Dieser Kernansatz und einige Strukturen des Wettbewerbs bleiben erhalten“, schließt Waning ab.
 
Neuerungen im Reglement
 
Wesentliche Neuerungen hat Linus Roth jedoch ebenso bekanntgegeben. So sollen Schüler und ehemalige Studenten von Juroren und des Künstlerischen Leiters von der Teilnahme ausgeschlossen sein. Die Jury wird nicht nur aus Geigern bestehen, sondern auch mit Musikern anderer Instrumente und Dirigenten besetzt sein. Der Wettbewerb legt Wert auf die Findung einer ausstrahlungsstarken Geigenpersönlichkeit, die sich sowohl solistisch als auch im Zusammenspiel mit anderen künstlerisch beweisen kann. Deswegen wird ein Kammermusikwerk Bestandteil des Pflichtprogrammes sein, dessen Probenarbeit öffentlich ist und erstmalig von der Jury mitbewertet wird.
 
Der Internationale Violinwettbewerb Leopold Mozart wird seit 1987 vom Leopold-Mozart-Kuratorium e.V. veranstaltet und in Kooperation mit der Universität Augsburg sowie dem Mozartbüro der Stadt Augsburg durchgeführt. Als bisherige Preisträger gingen u.a. Isabelle Faust, Benjamin Schmid und Lena Neudauer hervor.
 

WM- Tod

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