Kath. Heilig-Kreuz-Kirche

Sowohl Leopold als auch Wolfgang Amadeus Mozart waren dem Augustiner Chorherrenstift eng verbunden. Leopold war in seiner Jugend Sängerknabe in der katholischen Heilig-Kreuz-Kirche.

Während seines Aufenthalts in Augsburg auf der Durchreise nach Paris 1777 besuchte Wolfgang Amadeus die Chorherren und spielte auf der dortigen Orgel. 1782 besuchte er, diesmal in Begleitung von Vater Leopold und Schwester "Nannerl", das Kloster Heilig Kreuz. Nach dem Tod ihres Vaters vermachte Nannerl dem Stift Notenabschriften mit eigenhändigen Korrekturen Leopolds. Auch Wolfgang Amadeus hinterließ dem Kloster Notenabschriften. Einige dieser Partituren sind heute noch im Besitz der Kirche.

1159 übertrug Bischof Konrad von Hirscheck das 1143 zu Ehren des Heiligen Kreuzes errichtete Spital mit Kapelle den Augustiner-Chorherren, die aus Hammel bei Augsburg kamen. In Folge eines Brandes um 1304 wurde die Klosterkirche im romanischen Stil neu aufgebaut. Zwischen 1502 und 1508 ließ Probst Vitus Fackler eine große gotische Hallenkirche erbauen. 1716 erfolgte die Barockisierung. Das Kloster wurde 1803 im Zuge der Säkularisierung aufgelöst, die Kirche wurde Filiale der Dompfarrei. 1932 übernahmen Dominikaner die Anlage von Heilig Kreuz. Die Kirche, durch einen Bombenangriff 1944 stark beschädigt, wurde von 1945 bis 1949 vereinfacht wieder aufgebaut.