21. April 2018 - 20:00 |
Konzert

"ELEMENTS" - Musik zu Wasser, Feuer, Luft und Erde. Musikalischer Beitrag des Mozartchors zur UNESCO Welterbe Bewerbung der Stadt Augsburg

Mozart und moderne Chor-Symphonik

Der Mozartchor und das Internationale Mozartorchester  Augsburg mit Ihrem Dirigenten Daniel Böhm stehen für besondere Konzertformate abseits ausgetretener Pfade. Mit einer Mischung aus alter und neuer Chor- und Orchestermusik sowie ungewöhnlichen Präsentationsformen möchte Daniel Böhm auch jüngere Publikumsschichten hinzugewinnen, die sonst vielleicht nicht den Weg in ein "klassisches" Konzert finden würden. 

Nach der überwältigenden Resonanz auf die Erstaufführung der "Mass for Peace"  von Karl Jenkins in der "Augsburger Fassung" im vergangenen Jahr folgt für das Publikum nun ein neues außergewöhnliches Konzertereignis. Damit setzt Daniel Böhm sowohl die Ausrichtung seiner Ensembles auf die Themen Mozart,

Frieden, Wasser und Interkultur fort, als auch den Weg neuer Präsentationsformen.

Als Beitrag zur UNESCO-Weltkulturerbe-Bewerbung der Wasserstadt Augsburg  wird der Mozartchor deshalb in einem Konzert in der evangelischen Ulrichskirche die fünf Elemente thematisieren. Dem für unsere Stadt so wichtigen Lebenselexier "Wasser" werden die Elemente "Feuer", "Luft" und „Erde" sowie das so genannte fünfte Element "Äther" zur Seite gestellt. Dieses schon in der altgriechischen Philosophie sowie im Buddhismus bekannte, auch als "Spirit" bezeichnete Element stellt hier eine wichtige Ergänzung des Konzertabends dar:  Dabei werden die Zuhörer mitgenommen auf eine spirituelle Reise, auf der quasidie Bestandteile allen Seins musikalisch ausgelotet werden.

Die Musik, die zu hören sein wird, setzt diese philosophischen Vorgaben besonders spannend um. Für jedes Element steht einem Werk von Mozart das Stück eines zeitgenössischen Komponisten gegenüber. Ausschnitte aus Mozarts Opern  "Idomeneo" und der "Zauberflöte" sowie seiner Freimaurer-kantate treffen auf die "Sunrise Mass" von  Ola Gjeilo (*1978) sowie auf das Stück "Water Night" von Eric Whitacre (*1970) für Streichorchester und Solo-Sopran. Der Musikstil der beiden jungen Kompo-nisten zeichnet sich durch sphärische Klänge und Filmmusik-Einflüsse aus.
Zum Abschluss des Konzertabends ist das nicht oft zu hörende Werk "Toward the unknown region" des eng-lischen Komponisten Ralph Vaughan Williams (1872 - 1958) geplant. Mit diesem spät-romantischen „Song" für Chor und großes Orchester, nach einem Gedicht von Walt Whitman, wird das Auflösen jedes irdischen Elements in den Weiten des Alls beschrieben: Die Seele in Allem strömt in die Unendlichkeit von Zeit und Raum. Mit dieser an Mahler und Richard Strauss erinnernden Musik endet das Elemente-Konzert in einem fulminanten und emotional bewegenden Höhepunkt.

Optisch untermalt und intensiviert werden diese Eindrücke durch eine faszinierende Lichtregie.