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Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen ist eines der weltweit führenden Orchester und begeistert mit ihrem einzigartigen Musizierstil ihr Publikum auf der ganzen Welt. Künstlerischer Leiter ist seit 2004 der estnisch-amerikanische Dirigent Paavo Järvi. 
 
Ein Höhepunkt der Zusammenarbeit mit Järvi war das gemeinsame Beethoven-Projekt, auf das sich Dirigent und Orchester sechs Jahre konzentrierten. Weltweit wurde ihr Beethoven von Publikum und Kritik als maßstabsetzend gefeiert. Mit dem gesamten Zyklus der neun BeethovenSinfonien begeisterten sie unter anderem in Paris, Tokyo, Strasbourg, Warschau, São Paulo sowie bei den Salzburger Festspielen und dem Beethovenfest Bonn. Der bei RCA eingespielte Zyklus - 2014 um die Ouvertüren ergänzt - wurde von Kritikern weltweit hymnisch gefeiert. Ebenso positives Echo fand auch die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Dokumentation (TV/DVD) des Beethoven-Projekts der Deutschen Welle und Unitel. 
 
Im Anschluss an das Beethovenprojekt setzte sich Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen mit Chefdirigent Järvi ebenso erfolgreich mit dem sinfonischen Schaffen Robert Schumanns auseinander. Unter anderem zeichnete das französische Magazin Diapason die Einspielung „Sinfonie Nr. 4“/Konzertstück für 4 Hörner“ 2014 mit ihrem renommierten Diapason d´Or aus. Nach sensationellem Erfolg in Tokyo und St. Petersburg wurden die Schumann-Sinfonien unter anderem beim Beethovenfest Warschau sowie im Konzerthaus Wien zyklisch aufgeführt. Die im Herbst 2012 erschienene Schumann-Dokumentation (TV/DVD), eine Produktion der Deutschen Welle in Zusammenarbeit mit Unitel, arte und Radio Bremen, erfreute sich großer Beachtung und zahlreicher namhafter Auszeichnungen. 
 
Zusammen mit ihrem Künstlerischen Leiter Paavo Järvi hat sich Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen 2015 ihrem neuen sinfonischen Großprojekt zugewandt. Nach Beethoven und Schumann stehen aktuell die vier Sinfonien des deutschen Komponisten Johannes Brahms im Fokus. Oktober 2017 erschien die erste CD des Zyklus (Sony/RCA) mit der 2. Sinfonie sowie der Tragischen Ouvertüre und der Akademischen Festouvertüre, unmittelbar nach Veröffentlichung nicht nur bei BR Klassik und NDR Kultur „CD der Woche“ bzw. „CD-Tipp“ und laut SWR 2 „rhetorischer Jungbrunnen für den ›alten‹ Brahms“. Im Herbst 2018 folgt die Veröffentlichung der zweiten CD. Ein Höhepunkt des Brahms-Zyklus war die Aufführung des Requiems am 10. April 2018 im Dom zu Bremen. 150 Jahre nach Uraufführung des 'Ein Deutsches Requiem' (10. April 1868) im Bremer St. Petri Dom huldigten Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen und ihr Chefdirigent Paavo Järvi dem hanseatischen Komponisten.
 
Seit vielen Jahren pflegt das Orchester enge musikalische Freundschaften zu international renommierten Solisten und Dirigenten wie Christian Tetzlaff, Maria João Pires, Viktoria Mullova, Hélène Grimaud, Janine Jansen, Igor Levit, David Fray, Hilary Hahn, Pekka Kuusisto, Martin Grubinger, Trevor Pinnock und Sir Roger Norrington.
 
Mit großem persönlichem Engagement widmen sich die Musiker den gemeinsamen Projekten mit der Gesamtschule Bremen-Ost, in deren Gebäudekomplex sich seit einigen Jahren die Probenräume des Orchesters befinden. Die daraus erwachsene einzigartige Zusammenarbeit wurde mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht, unter anderem 2007 mit dem Zukunftsaward als beste soziale Innovation. Ziel ist, individuelles Wachstum - gerade auch, aber nicht nur in bildungsferner Umgebung - mittels Musik zu fördern. 2009 wurde das Zukunftslabor, eine Initiative der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, vom Staatsminister für Kultur zum Modellprojekt ernannt.
 
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen wurde 2010 als erstes Orchester für ihr editorisches Gesamtwerk von Bach bis Ruzicka mit der Ehrenurkunde des Preises der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Für drei ihrer Beethoven-Einspielungen erhielt das Orchester 2009 einen Echo Klassik, vier weitere folgten. Chefdirigent Järvi wurde 2010 für die Beethovenaufnahmen mit dem Echo Klassik als „Dirigent des Jahres“ geehrt.  Für die gelungene Verbindung von Unternehmertum und Kultur wurde der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen 2008 der renommierte Deutsche Gründerpreis in der Kategorie Sonderpreis verliehen. Den Echo Klassik für Nachwuchsförderung erhielt das Orchester 2012 für ihre Initiative „Zukunftslabor/Neue Gesellschafts-Perspektiven durch Musik“.
 
Mit der Elbphilharmonie verbindet Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen ein enges und partnerschaftliches Verhältnis. Seit Eröffnung 2017 ist das Orchester regelmäßig zu Gast. Zudem ist Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen seit 2017 Festivalorchester des Kissinger Sommers und war im Jahr 2016 erstes „Orchester des Jahres“ bei Deutschlandradio Kultur