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Ulrichsbläser St. Ulrich und Afra

Etwa 15 mal im Jahr hören die Kirchgänger der Basilika St. Ulrich und Afra bei Gottesdiensten und Feiern in der Kirche ein zusätzliches Register der gewaltigen Ulrichsorgel: die ULRICHSBLÄSER - und das seit nunmehr sechzig Jahren. 1956 gründete der damalige Pfarrjugendführer Helmut Mangold zusammen mit Stadtpfarrer Harder mit Buben der Pfarrei den "Bläserkreis St. Ulrich". Fünf Trompeten und fünf Posaunen spendeten die Pfarrei und Sponsoren, dazu den Unterricht am Augsburger Leopold-Mozart-Konservatorium. Die Spielerzahl schwankte allerdings aus verständlichen Gründen sehr. Schule, Studium und Beruf erforderten Mobilität.

Fünf Mann aber - und das ist schon etwas Besonderes - blieben seit 1963 zusammen und bilden den Stamm der "Ulrichsbläser", ein Name, auf den sie deswegen stolz sind, weil die Gemeinde ihre Bläser so nannte und weil er, in bescheidenem Rahmen freilich, zu einem Markenzeichen wurde. Ganz der alten Trompeterzunft verschrieben, pflegen diese Bläser die Tradition festlicher Bläsermusik. Als kleinen Vorteil erreichen diese Bläser auch noch Feste, Feiern und Anlässe, wo die Orgel nicht hinkommt. Dieser musikalische Kirchendienst bringt "Gottes Lohn", aber schon die Freude beim Musizieren, die musikalische Gemeinschaft und der Beitrag zur Harmonie in dieser herrlichen Basilika ist Lohn genug. 

60 Jahre - eine lange Zeit, die die Ulrichsbläser in der Pfarrei St. Ulrich und Afra mitgestaltet haben. So haben sie zum Beispiel den unvergessenen Bischof Dr. Stimpfle in der Basilika musikalisch begrüßt und nach 30 Jahren im Rathaus verabschiedet. Als einen anderen Höhepunkt durften sie in Rom die Priesterweihe Peter Baintners, des Sohnes des langjährigen Ulricher Hausmeisters, musikalisch gestalten.  Die Ulrichsbläser haben die Stadtpfarrer Harder, Spoden, Ohnesorg, Hitzler, Wolf, Hartmann, und jetzt Christoph Hänsler erlebt - als besonderer priesterlicher Freund muss hier aber auch Dr. Roeder genannt werden - und sie kommen nach wie vor, trotz berufsbedingter räumlicher Entfernung vom Ulrichsturm (zwischen Deubach und Donauwörth) jeden Dienstag um 19.30 Uhr bei der Basilika zur Probe zusammen.

Was die Ulrichsbläser auch in Zukunft trägt, ist die gemeinsame Freude an der Kirchenmusik, die Freundschaft untereinander und die Motivation zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen an der Basilika zu musizieren, unter dem Patron der Ulrichsbläser: dem Hl. Ulrich.