Triumphaler Abschluss eines wundervollen Festivals

Dienstag, 15 Mai, 2018

Das zeitgemäße Konzept des Augsburger Mozartfests fand großen Zuspruch: Mit seinen außergewöhnlichen Konzerten und Künstlern auf Weltniveau erreichte das Festival ein überregionales Publikum.

Die Besucherzahlen liegen auf Vorjahresniveau, trotz einer deutlich geringeren Anzahl von Veranstaltungen beim diesjährigen Mozartfest. „Erfreulich war die stets hohe Auslastung und die vielen ausverkauften Konzerte“, sagt Simon Pickel, der sein zweites Festival sehr positiv zusammenfasst: „Augsburg kann stolz sein auf ein Mozartfest mit diesem zeitgemäßen, ganz eigenen Profil. Die spürbare Begeisterung des Publikums über das unkonventionelle Programm und über das unglaublich hohe künstlerische Niveau zeigt, dass unser Konzept angenommen wird. Die Künstler tragen dieses moderne Verständnis eines Festivals mit, fühlen sich in Augsburg wohl und kommen nicht allein wegen der außergewöhnlichen Säle, sondern weil sie Teil dieses Festivals sein wollen. Dadurch entstehen Konzerte, die so nur beim Deutschen Mozartfest zu erleben sind. Wir sind authentisch und das spürt man.“

Ausgehend vom Augsburger Leopold-Mozart-Erbe will Pickel das Verständnis für Mozarts Lebensrealität vertiefen. Das gelang durch die Beleuchtung des Verhältnisses von Macht und Musik durch die Jahrhunderte hinweg. So entstanden in konstruktiver Zusammenarbeit mit den Künstlern abwechslungsreiche Programme, die das Thema Macht ganz unterschiedlich angingen: Von Vivaldi bis Schostakowitsch, von Franuis Alpen-Divertimenti mit Kierkegaard bis zur Flamenconacht, am Ende war eine überirdische c-Moll Messe mit dem BR-Chor und der Akademie für Alte Musik Berlin als Hymne an die höchste Macht geboten.

Dass dieses facettenreiche Festivalprogramm ein breites Publikum weit über Augsburg hinaus anzog, bestätigt die Idee des Festivalmottos. Auch die neu eingeführten Gesprächsrunden nach den Konzerten mit persönlichen, ernsten und witzigen Publikumsfragen an die Künstler waren ein voller Erfolg.

Neben seinem Team aus dem Kulturamt ist Festivalmacher Pickel dem Augsburger Kulturreferenten besonders dankbar: „Dass Thomas Weitzel mir freie Hand lässt gibt mir die Chance, ein Festival nach meinen Vorstellungen zu machen.“ Ohne diesen Rückhalt, sagt Simon Pickel, hätte das Mozartfest nicht zu einem solch stimmigen und erfolgreichen Ereignis werden können. Bestärkt kann sich die Mozartstadt nun auf das große Leopold-Mozart-Jubiläum 2019 vorbereiten.