300 Jahre Leopold Mozart

JUBILEO!

Bei einem Mozartfest sollte eigentlich klar sein, um wen es geht. Wolfgang Amadeus Mozart, das „göttliche Wunder“, den unsterblichen Komponisten. In Augsburg ist das diesmal ein bisschen anders. Hier steht im Jahr seines 300. Geburtstags der Vater Leopold Mozart im Zentrum von sechs exklusiven Konzerten.

Leopold Mozart… der Komponist? Aber ja! Leopold Mozart war ein hoch angesehener und für seine Zeit sehr fortschrittlicher Komponist, der sowohl die kirchlichen als auch bürgerlichen Bedürfnisse mit vor Kreativität sprühender Musik bediente. Das Erbe Leopolds geht aber weit über sein eigenes musikalisches Schaffen hinaus. Ohne die gezielte Förderung seines Vaters wäre Sohn Wolfgang niemals dieser unsterbliche Komponist geworden, der heute als der wohl universellste seiner Zunft gilt. Leopold bewies in der eigenen Erziehung sowie in Fragen der musikalischen Bildung, des Finanzwesens, des Networkings und des Managements eine geradezu europäische Weitsicht die ganz vom humanistisch-aufgeklärten Geist durchzogen ist. All sein Wirken nach der Geburt Wolfgangs war einzig und allein darauf ausgerichtet, den Sohn berühmt und erfolgreich zu machen. Wolfgang ist also Leopolds berühmtestes Vermächtnis. Gefolgt von seiner Violinschule, die für uns heute ein einzigartiges musikalisches, pädagogisches und gesellschaftspolitisches Zeitzeugnis und noch immer elementares Lehrwerk darstellt. Auch wenn Wolfgang die Ziele, die Leopold für Wolfgang so strategisch plante, zeitlebens nie ganz erreichte, so wäre der Vater doch überglücklich, wenn er wüsste, wie stark sein Sohn die Nachwelt beeinflusste und wie unsterblich Wolfgang Amadeus Mozart inzwischen geworden ist.

Augsburg… Deutsche Mozartstadt? Augsburg spielte in Leopolds Leben eine gewichtige Rolle: Die Schulzeit am Jesuitenkolleg prägte seine musikalische und philosophische Bildung und sein Selbstbewusstsein, das Augsburger Handwerk und Verlagswesen war für den Businessman Leopold zeitlebens ein wichtiger Ankerpunkt und seinen Status als Bürger der Freien Reichsstadt hätte er nie freiwillig aufgegeben. Deshalb darf auch Augsburg seinen Titel als Deutsche Mozartstadt selbstbewusst tragen. Ohne Leopold kein Wolfgang – und ohne Augsburg kein Leopold.

Leopold…? Leopold. Leopold! Es ist Zeit, Leopold Mozart aus dem Schatten seines Sohnes einmal ins Scheinwerferlicht zu rücken. Die Konzerte des Deutschen Mozartfests zu Ehren Leopolds präsentieren nicht nur dessen Musik, sondern viele weitere Aspekte vom Universalgelehrten bis zum Manager, die Leopold zu einer der vielschichtigsten und modernsten Persönlichkeiten seiner Zeit und Wolfgang zu einem der größten Komponisten aller Zeiten machen. JUBILEO!

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