18. Oktober 2020 - 15:00

Lars Vogt: "Hammerklaviersonate"

Mozartfest

Beethoven definierte viele Gattungen neu, darunter nicht zuletzt die Klaviersonate. Viele seiner 32 Werke sind absolute Giganten der Klavierliteratur und die ultimative Herausforderung für jede*n Pianist*in. Man denke an die „Pathétique“ oder die „Appassionata“. Über allem thront aber die berühmte „Hammerklaviersonate“, die lange Zeit als unspielbar galt und erst von Franz Liszt persönlich öffentlich aufgeführt wurde. Beethoven war bei der Komposition zwar schon so gut wie taub, aber musikalisch auf dem absoluten Höhepunkt. Dur kämpft gegen Moll, Hell gegen Dunkel, Gut gegen Böse. Die „Hammerklaviersonate“ ist nichts weniger als ein Meilenstein der Musikgeschichte. Beethoven at his best!

Während Beethoven mit seiner größten und längsten (allein der dritte Satz dauert so lange wie der gesamte Mozart vorher!) Sonate das Klavier als solches feiert und an seine Grenzen bringt, ist Janaceks Werk mit dem kryptischen Titel „1. X. 1905“ ein offener Protest gegen die Ermordung des Studenten František Pavlík in Brünn, eben am 1. Oktober 1905. Janacek war allerdings so unzufrieden mit dem Stück, dass er zuerst den 3. Satz verbrannte und schließlich die beiden verbleibenden Sätze im Fluss versenkte. Letztlich bereute er sein impulsives Handeln und Lars Vogt kann dank einer heimlichen Kopie der Uraufführungs-Pianistin die Sonate heute ganz trockenen Fußes spielen.

Programm

LEOS JANACEK
1. X. 1905 für Klavier „Sonata“

WOLFGANG AMADEUS MOZART
Klaviersonate B-Dur KV 333

LUDWIG VAN BEETHOVEN
Klaviersonate Nr. 29 B-Dur „Hammerklaviersonate“ op. 106

Künstler

LARS VOGT Klavier

 

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