25. September 2019 - 19:00 |
Buchvorstellung

Vorstellung der neuen Leopold Mozart Biografie

Mozartfest

Buchvorstellung

Silke Leopold
"Ein Mann von vielen Witz und Klugheit"
Leopold Mozart. Eine Biografie.

Die neue Biografie über Leopold Mozart ist da!
Die international renommierte Musikwissenschaftlerin Silke Leopold hat die erste umfangreiche Biografie über Mozarts Vater geschrieben. Herausgekommen ist ein ungemein lebendiges Buch, das eine Fundgrube zur Lebenswelt Leopold Mozarts sowie zur Alltagsgeschichte der Zeit bietet. Erschienen ist das Buch im bekannten Bärenreiter / J.B. Metzler Verlag.

In einer Lesung und einer anschließenden Gesprächsrunde präsentiert die Autorin nun das fertige Buch gemeinsam mit dem Mozartbüro und dem tim - Staatliches Textil- und Industriemuseum.

Eintritt frei.

Über das Buch

Was wüssten wir heute von Leopold Mozart, wenn er nicht der Vater seines Sohnes gewesen wäre? Sein rechtswissenschaftliches Studium hatte er abgebrochen, er wurde Kammerdiener und Musiker, schaffte es aber nie nach ganz oben, als Autor der vielgelesenen „Gründlichen Violinschule” erlangte er schließlich einige Bekanntheit: Leopold Mozart würde ohne seinen Sohn wohl in der Masse der vielen Musiker seiner Zeit untergehen. Die Frage kann aber auch andersherum gestellt werden: Was wäre aus Wolfgangus Theophilus geworden, wenn er einen anderen Lehrmeister gehabt hätte? Wenn der Vater nicht die Jahrhundertbegabung dieses Kindes erkannt und sein Leben fortan der Förderung seines Sohnes gewidmet hätte? Und natürlich ist Leopold Mozart viel mehr als nur der Vater seines Sohnes. Davon erzählt diese Biografie zum 300. Jubiläum. Am 14. November 1719 wurde Leopold Mozart hineingeboren in eine Zeit, in der die alten Herrschaftsverhältnisse und konfessionellen Schranken ebenso beharrlich verteidigt wurden wie sie brüchig geworden waren.

Leopold Mozart verstand sich als ein Mittler zwischen den Welten – ein Jesuitenschüler, der mit Protestanten Freundschaften schloss, ein Bürgersohn, der dem Adel diente, ein Geiger, der als Schriftsteller zu reüssieren hoffte. Und er war ein Mann, der mit offenen Augen durch die Welt reiste, voller Neugier auf alles: auf Religion und Medizin, auf Esskultur und Trinkgewohnheiten, auf Mode und Hygiene, auf Landschaft und Klima und vor allem auf die Menschen, die ihm begegnet sind. In Briefen offenbart sich Persönliches und Familiäres; sie sind darüber hinaus eine Fundgrube zu Lebenswelt und Alltagsgeschichte seiner Zeit. Über sechzig farbige Abbildungen machen diese Zeit anschaulich und lassen den Leser eintauchen in Mozarts Welt.

Die Autorin

Silke Leopold studierte Musikwissenschaft, Theaterwissenschaft, Romanistik und Literaturwissenschaft in Hamburg und Rom. Sie lehrte an verschiedenen Universitäten und Hochschulen, zuletzt bis zu ihrer Emeritierung 2014 in Heidelberg. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen die Geschichte der Oper, die italienische Musik des 16. bis 18. Jahrhunderts sowie Studien zu Monteverdi, Händel und Wolfgang Amadeus Mozart. Sie ist u. a. Mitglied in der Akademie für Mozartforschung der Stiftung Mozarteum Salzburg und wurde 2019 mit dem Händel-Preis 2019 der Stadt Halle ausgezeichnet. Als Autorin und Herausgeberin hat sie zahlreiche Veröffentlichungen vorgelegt, darunter „Händel. Die Opern“, „Verdi. La Traviata“ und das „Mozart-Handbuch“.