Salvatore Accardo

Salvatore Accardo debütierte im Alter von 13 Jahren mit Paganinis Capricen. Zwei Jahre später gewann er den Wettbewerb in Genf und kurz darauf den Paganini-Wettbewerb in Genua.
Sein Repertoire reicht von Pre-Bach bis Post-Berg. Komponisten wie Sciarrino, Donatoni, Piston, Piazzolla, Colasanti und Xenakis haben für ihn Stücke geschrieben.

Accardo spielt nicht nur mit den führenden Orchestern und Dirigenten der Welt, er spielt auch Recitals und liebt insbesondere Kammermusik. Im Jahr 1992 gründete er das „Accardo Quartett“. 1986 folgte die Gründung der „Accademia Walter Stauffer“ in Cremona zusammen mit Bruno Giuranna, Rocco Filippini und Franco Petracchi, wo sie seitdem regelmäßig Meisterkurse geben. 1971 gründete er die „Settimane Musicali Internazionali“ in Neapel sowie das „Cremona String Festival“.

Salvatore Accardo widmete sich außerdem als Dirigent der Leitung wichtiger europäischer und amerikanischer Orchester, darunter das Philharmonia Orchestra of London. Seit dem Jahr 1987 dirigiert er auch Opern, u. a. in Rom, Neapel, Lille und Monte Carlo. Zum 200. Geburtstag von Rossini (1992) dirigierte er beim Pesaro Festival und in Rom die erste moderne Ausgabe der Messa di Gloria (live aufgenommen von Warner Fonit), 1995 fand eine Aufführung mit den Wiener Symphonikern in Wien statt.

Für die Deutschen Grammophon Gesellschaft (DGG) spielte er Paganinis Capricen und Konzerte für Violine mit Charles Dutoit ein. Bei Philips erschienen mehrere Aufnahmen (Bach Sonaten und Partiten, Max Bruch – Werke für Violine und Orchester sowie Brahms- und Beethoven-Konzerte mit Kurt Masur, Tschaikowski-, Dvořák- und Sibelius-Konzerte mit Colin Davis, Mendelssohn-Konzerte mit Charles Dutoit). Weitere Aufnahmen entstanden für ASV, Dynamic, EMI, Sony Klassik, Collins Classic und Foné. Für die Einspielungen bei Dynamic spielte Accardo auf Paganinis Geige. Vor kurzem gab Foné Mozarts komplette Werke für Violine auf insgesamt 13 CDs (remastered) heraus.

Als Anerkennung für sein außergewöhnliches Spiel und seine außergewöhnliche Interpretation erhielt Accardo von italienischen Musikkritikern den Abbiati-Preis sowie die höchste italienische Auszeichnung „Cavaliere di Gran Croce“. 1996 ernannte ihn das Pekinger Konservatorium zum „most honourable Professor”, 1999 wurde er in Monaco zum „Commandeur dans l'ordre du merit culturel“ ernannt. 2002 erhielt er den Preis „A Life for the Music“ und 2017 die „Gold Medal in the Arts“ des Kennedy Centers New York.

1996 gründete Accardo das „Orchestra da Camera Italiana“ (OCI), dessen Mitglieder die besten Schüler der „Accademia Walter Stauffer“ sind. Sie geben jährlich mehrere Konzerte und nahmen 1999 die kompletten Paganini-Konzerte für Violine und Orchester für EMI Classics auf. Es folgten das „Concerto per la Costituzione“ und 2003 die kompletten Astor Piazzolla Werke für Violine bei Foné.

Salvatore Accardo spielt eine Geige von Guarneri del Gesù („Hart“) aus dem Jahr 1730.

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