Benjamin Schmid (Jurypräsident)

Benjamin Schmid, aus Wien stammend, gewann im Jahr 1991 als 1. Preisträger den 2. Internationalen Violinwettbewerb Leopold Mozart Augsburg. Weitere erste Preise folgten, unter anderem 1992 beim Carl-Flesch Wettbewerb in London, wo er auch den Mozart-, den Beethoven- und den Publikumspreis errang.

Seither gastierte er auf den wichtigsten Bühnen der Welt mit namhaften Orchestern wie den Wiener Philharmonikern, dem Philharmonia Orchestra London, den Petersburger Philharmonikern, dem Concertgebouw Orchester Amsterdam, der Houston Symphony oder dem Tonhalle Orchester Zürich. Seine solistische Qualität, die außerordentliche Bandbreite seines Repertoires – neben allen gängigen Werken spielt er etwa auch die Violinkonzerte von Wolf Ferrari, Gulda, Korngold, Muthspiel, Weill, Weinberg oder Reger – und insbesondere auch seine improvisatorischen Fähigkeiten im Jazz machen ihn zu einem Geiger mit unvergleichlichem Profil.

Seine über 50 CDs wurden zum Teil mehrmals mit dem Deutschen Schallplattenpreis (als einziger Geiger in den Kategorien Klassik und Jazz), dem Echo-Klassik-Preis, dem Grammophone Editor’s Choice oder der Strad Selection ausgezeichnet und dokumentieren neben zahlreichen Konzertfilmen und TV-Künstlerportraits eine eindrucksvoll vielschichtige 30-jährige Konzertkarriere.

Benjamin Schmid ist als einer der wichtigsten Geiger im Buch „Die Großen Geiger des 20. Jahrhunderts“ von Jean-Michel Molkou (Verlag Buchet-Chastel, 2014) porträtiert. Er konzertiert auf der „ex Viotti, ex Rosé 1718“- Stradivarius Violine, die ihm die Österreichische Nationalbank zur Verfügung stellt.

Benjamin Schmid, Foto: Wolfgang Lienbacher

Friedemann Eichhorn

Friedemann Eichhorn lehrt seit 2002 als Professor an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar und ist Künstlerischer Leiter der Kronberg Academy und des Internationalen Louis Spohr Violinwettbewerbs Weimar. Er studierte Violine bei Valery Gradow in Mannheim, bei Alberto Lysy an der Menuhin Academy in Gstaad und bei Margaret Pardee an der Juilliard School in New York. 2002 erhielt er den Doktorgrad in Musikwissenschaft an der Universität Mainz.

Er konzertiert mit Orchestern wie dem SWR-Rundfunkorchester, den St. Petersburger Philharmonikern und vielen anderen, oft auch in der Doppelfunktion Solist und Dirigent. Seine Diskographie für die Labels Naxos, Hänssler Classic und Oehms umfasst u. a. sämtliche Violinwerke von Franz Liszt, Violinkonzerte von Mozart und Haydn sowie als Ersteinspielungen die 13 Violinkonzerte von Pierre Rode.

Seine Schüler spielen bei den Berliner Philharmonikern, im Gewandhausorchester Leipzig, bei zahlreichen renommierten Opern- und Rundfunkorchestern und sind Preisträger internationaler Violinwettbewerbe. Neben seiner Tätigkeit als künstlerischer Berater des G. Henle Verlags und Herausgeber von Notenausgaben publiziert Friedemann Eichhorn Beiträge für Lexika und Zeitschriften. Er konzertierte mit Gidon Kremer, Lord Yehudi Menuhin, Yuri Bashmet, Boris Pergamenschikow und vielen weiteren Künstlern.

Friedemann Eichhorn, Foto: Guido Werner

Liza Ferschtman

Liza Ferschtman, die Tochter prominenter russisch-jüdischer Musiker, wuchs in einer musikalischen Umgebung auf und nahm als junge Frau schon bald ihren ersten Geigenunterricht beim legendären Geiger und Familienfreund Philip Hirschhorn. Nach seinem Tod studierte sie bei Herman Krebbers und Ida Kavafian am renommierten Curtis Institute of Music in Philadelphia und bei David Takeno in London.

Nachdem sie den „Dutch Music Award“, den bedeutendsten Preis für niederländische Musiker, gewonnen hatte, trat Liza 2006 als Solistin mit vielen der besten Orchester der Welt auf, darunter das Royal Concertgebouw Orchestra, das London Philharmonic Orchestra, das Dallas Symphony Orchestra, das Budapest Festival Orchestra, die Warsw Philharmonic und die Brüsseler Philharmoniker, unter Mitwirkung von Dirigenten wie Jaap van Zweden, Iván Fischer, Stéphane Denève, Jacek Kaspszyk, Jun Märkl, Frans Brüggen, Neeme Järvi, Otto Tausk, Dmitry Sitkovetsky und Thomas Søndergård.

Liza Ferschtman ist außerdem eine leidenschaftliche Kammermusikerin und ein gefragter Gast bei Festivals und Konzerten. Seit 2007 ist sie künstlerische Leiterin des Delfter Kammermusikfestivals, einem international renommierten Festival, das Weltklasse-Musiker einlädt, jeden Sommer ein fesselndes, stark thematisches Programm zu präsentieren. Unter Liza Ferschtmans Kammermusikpartnern sind Elisabeth Leonskaja, Jonathan Biss, Alisa Weilerstein, Christian Poltéra, Julius Drake, Martin Roscoe, Nobuko Imai, Lars Anders Tomter, Marie Luise Neunecker, Sharon Kam und Amihai Grosz. Ihr Debüt in der Wigmore Hall mit Roman Rabinovich im Dezember 2017 erhielt glänzende Kritiken, darunter 5 Sterne in der Zeitung „The Independent“.

Liza Ferschtmans Diskographie ist beeindruckend. Ihre CDs unter dem Label Challenge enthalten Violinkonzerte von Beethoven, Dvořák, Mendelssohn, Korngold und Bernstein (Serenade). Sie hat ebenfalls Kammermusik auf CD aufgenommen, darunter Mendelssohns Oktett, Werke von Schubert und Beethoven mit Inon Barnatan und die Kodaly-, Ravel- und Schulhoff-Duos mit ihrem Vater, dem Cellisten Dmitri Ferschtman. Lizas CD mit Solowerken von Bach und Ysaÿe wurde vom Magazin The Strad zur "CD des Monats" gewählt. Ihre neueste Aufnahme (Korngold Concerto und Bernstein Serenade) wurde auch von der internationalen Presse hoch gelobt.

Liza Ferschtman, Foto: Marco Borggreve

Sabine Frank

Seit mehr als 10 Jahren beschäftigt sich Sabine Frank nun bereits intensiv mit strategischer Planung und nachhaltigem Management internationaler Künstlerkarrieren. 2005 wurde sie zur Geschäftsführerin der HarrisonParrott GmbH ernannt und lenkt seither die Geschicke der deutschen Niederlassung einer der führenden Künstleragenturen der Welt.

Innovation und Kreativität liegen ihr hierbei besonders am Herzen, ebenso ein professioneller, prinzipientreuer und zugleich individueller Ansatz in der partnerschaftlichen Arbeit mit den von ihr vertretenen Künstler*innen sowie den Kollegen im Musikgeschäft.

Davor war sie zunächst als Instrumentallehrerin, danach als Redakteurin der BBC in London sowie im Anschluss daran als Managerin des Labels RCA Red Seal bei der Bertelsmann Music Group tätig. Dabei enstanden Kontakte zu führenden Künstler*innen, darunter Vesselina Kasarova, Evgeny Kissin oder Steven Isserlis.

Einen besonderen Schwerpunkt bildet zur Zeit die Betreuung der Karrieren etablierter Musiker*innen wie Benjamin Schmid, Sol Gabetta, Constantinos Carydis oder Martin Grubinger, daneben engagiert sich Sabine Frank stark für die Nachwuchsförderung und betreut unter anderem auch die junge holländische Geigerin Noa Wildschut. Daneben ist sie der Initiative TONALi in Hamburg engst verbunden und dort nicht nur als Jurorin tätig, sondern auch viel gefragte Ansprechpartnerin der jungen Musiker*innen.

Neben ihrer Musikausbildung erhielt Sabine Frank ihre Ausbildung im Wesentlichen an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, wo sie Germanistik, Geschichte und Musikwissenschaft studierte, sowie dem Postgraduierten Kolleg am University College der University of London.

Sabine Frank, Foto: HarrisonParrott

John Gilhooly

John Gilhooly ist seit dem Jahr 2005 Direktor der Wigmore Hall und damit der jüngste Leiter einer der größten Konzertsäle der Welt. Im Dezember 2000 wurde er deren Geschäftsführer und leitet damit seit über 16 Jahren die künstlerische, finanzielle und administrative Entwicklung dieses Konzertsaals. In seiner Amtszeit erzielte die Wigmore Hall Rekord-Kassenerträge und erreichte die bisher höchsten Mitgliederzahlen und Fundraising-Einnahmen. Als Künstlerischer Leiter der Wigmore Hall ist John Gilhooly für die weltweit größte Kammermusik- und Liederreihe zuständig und engagiert sich für herausragende aufstrebende Künstler, musikalische Vielfalt und zeitgenössische Musik.

In der Musikbranche ist John Gilhooly außerdem ehrenamtlich und karitativ tätig. Im Juli 2010 wurde er zum Vorsitzenden der Royal Philharmonic Society, einer der ältesten Musikgesellschaften der Welt, gewählt; 2013 leitete er die Feierlichkeiten zum 200-jährigen Bestehen. Er ist außerdem Vorsitzender der Mahogany Opera Gruppe, Treuhänder des Susan Chilcott Stipendiums und des Internationalen Musikerseminars Preußen Cove sowie Mitglied des Advisory Council für London Music Masters. Er ist Schirmherr der Organisation Irish Heritage, Leeds Lieder und des CAVATINA Music Trust sowie des Sanierungsprojekts der Corpus Christi Kirche, Covent Garden.

John Gilhooly, Foto: Kaupo Kikkas

Ulf Hoelscher

Studium in Heidelberg (Bruno Masurat), Köln (Max Rostal), anschließend in den USA (Josef Gingold, Ivan Galamian). Jahrzehnte umfassende Präsenz im internationalen Konzertleben mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem New York Philharmonic Orchestra, der Staatskapelle Dresden, dem Tonhalle Orchestra Zürich, den Wiener Symphonikern, dem BBC Symphony Orchestra, dem Orchestre National de Paris etc. unter Dirigenten wie Gary Bertini, Kurt Masur, Vaclav Neumann, Marek Janowski, Wolfgang Sawallisch, Horst Stein, Jeffrey Tate, Klaus Tennstedt, Hans Vonk und Bruno Weil.

CD-Produktionen der Konzerte von Beethoven, Berg, Bruch, Schumann, Mendelssohn, Korngold, Saint-Saëns, Strauss, Schoeck, Spohr, Tschaikowsky, Wolf-Ferrari.
Kammermusikwerke u.a. von Schubert, Bruch und Pfitzner.

Von 1981 bis 2010 war Ulf Hoelscher Professor für Violine an der Hochschule für Musik Karlsruhe.

Ulf Hoelscher, Foto: privat

Danjulo Ishizaka

Seit dem Gewinn des ARD Wettbewerbs und des Grand Prix Emanuel Feuermann zählt Danjulo Ishizaka weltweit zu den herausragenden Cellisten seiner Generation. Er studierte bei Boris Pergamenschikow und Tabea Zimmermann. Erste Konzerte führten ihn bereits im Alter von 17 Jahren in die Berliner Philharmonie, weitere bedeutende Debuts folgten u. a. 2006 in der Carnegie Hall in New York.

2012 wurde ihm der bedeutendste Musikpreis Japans, der „Hideo Saito Memorial Fund Award“, verliehen. Seine CD-Einspielungen wurden 2006 mit dem Echo Klassik Preis und 2014 mit dem Gramophone Award für die „Kammermusikeinspielung des Jahres“ ausgezeichnet.

Danjulo Ishizaka ist gern gesehener Gast bei renommierten Festivals und konzertiert weltweit als Solist mit führenden Orchestern wie dem London Philharmonic Orchestra, den Wiener Symphonikern, dem NHK Symphony Orchestra, dem Detroit Symphony Orchestra und Dirigenten wie Christoph Eschenbach, Vladimir Jurowski, Michael Sanderling und Leonard Slatkin. Er spielt u. a. das Stradivari Cello „Feuermann“ (1730) der Nippon Music Foundation, früher gespielt von Emanuel Feuermann.

Danjulo ist Professor für Violoncello an der Musikakademie Basel und an der Universität der Künste Berlin.

Danjulo Ishizaka, Foto: Marco Borggreve

Nils Mönkemeyer

Künstlerische Brillanz und innovative Programmgestaltung sind das Markenzeichen, mit dem Nils Mönkemeyer sich in kurzer Zeit als einer der international erfolgreichsten Bratschisten profiliert und der Bratsche zu enormer Aufmerksamkeit verholfen hat.

Als Exklusiv-Künstler bei Sony Classical brachte er in den letzten Jahren zahlreiche Alben heraus, die alle von der Presse hoch gelobt und mit Preisen ausgezeichnet wurden. In seinen Programmen spannt Mönkemeyer den Bogen von Entdeckungen und Ersteinspielungen originärer Bratschenliteratur des 18. Jahrhunderts bis hin zur Moderne und zu Eigenbearbeitungen. Die beiden jüngst erschienenen CDs sind Einspielung von Walton, Bruch und Pärt mit den Bamberger Symphonikern unter Leitung von Markus Poschner sowie ein kammermusikalisches Album „Baroque“, mit dem Nils Mönkemeyer ein faszinierendes Panorama um Bach und die französische Musik der Zeit offenbart.

Nils Mönkemeyer arbeitet mit Dirigenten wie Andrej Boreyko, Sylvain Cambreling, Elias Grandy, Christopher Hogwood, Cornelius Meister, Mark Minkowski, Kent Nagano, Michael Sanderling, Clemens Schuldt, Karl-Heinz Steffens, Markus Stenz, Mario Venzago oder Simone Young zusammen und konzertiert als Solist mit Orchestern wie dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Helsinki Philharmonic Orchestra, den Musiciens du Louvre, dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien, dem Berner Symphonieorchester, dem Konzerthausorchester Berlin, der Dresdner Philharmonie, dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg, dem Frankfurter Museumsorchester, dem MDR Sinfonieorchester, der NDR Radiophilharmonie, der Staatskapelle Weimar, den Bremer Philharmonikern, den Düsseldorfer Symphonikern, dem Orchestre de Chambre de Lausanne oder den Berliner Barock Solisten.

Die Saison 18/19 führt ihn wieder auf die großen internationalen Podien, u.a. in den Wiener Musikverein, das Concertgebouw Amsterdam, die Wigmore Hall London, das Auditori Barcelona, Brisbane, Salle Métropole Lausanne, Victoria Hall Genf, die Philharmonie und Konzerthaus Berlin,  die Elbphilharmonie, die Philharmonie Köln, Dresdner Philharmonie, die Alte Oper Frankfurt und das Münchner Prinzregententheater sowie zu zahlreichen Festivals wie dem Mito Festival in Mailand und Turin und dem Bachfest Montreal, dem Rheingau Musik Festival, dem Schleswig-Holstein Musik Festival sowie den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. Zu seinen kammermusikalischen Projekten dieser Saison zählen u.a. das Trio mit Julia Fischer und Daniel Müller-Schott sowie das Klavierquartett mit Alina Ibragimova, Christian Poltéra und William Youn.

Seit 2011 ist Mönkemeyer Professor an der Hochschule für Musik und Theater München, an der er selbst einmal bei Hariolf Schlichtig studiert hatte. Vorherige Stationen waren eine zweijährige Professur an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden und eine Assistenzprofessur an der Escuela Superior Musica Reina Sofia Madrid.

Nils Mönkemeyer, Foto: Irène Zandel

Christian Poltéra

Christian Poltéra, 1977 in Zürich geboren, erhielt Unterricht bei Nancy Chumachenco sowie Boris Pergamenschikow und studierte später bei Heinrich Schiff in Salzburg und Wien.

Als Solist arbeitet er mit führenden Orchestern zusammen wie z. B. dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Los Angeles Philharmonic, den Münchner Philharmonikern, dem Oslo Philharmonic Orchestra, dem BBC Symphony Orchestra, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Santa Cecilia Orchestra Rom, dem Chamber Orchestra of Europe, dem Orchestre de Paris, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und der Camerata Salzburg. Dabei gehören Dirigenten wie Riccardo Chailly, Christoph von Dohnányi, Bernard Haitink, John Eliot Gardiner, Paavo Järvi und Andris Nelsons zu seinen Partnern.


2004 wurde er mit dem Borletti-Buitoni Award ausgezeichnet und als BBC New Generation Artist ausgewählt.
Christian Poltéra widmet sich auch intensiv der Kammermusik mit Musikern wie Mitsuko Uchida, Christian Tetzlaff, Gidon Kremer, Lars Vogt, Leif Ove Andsnes, Kathryn Stott, Esther Hoppe, Ronald Brautigam, dem Zehetmair, Artemis, Belcea und dem Auryn Quartett.
Zusammen mit Frank Peter Zimmermann und Antoine Tamestit bildet er ein festes Streichtrio, das Trio Zimmermann, das in den bedeutenden Musikmetropolen zu Gast ist.

Ferner tritt er bei renommierten Festivals wie Salzburg, Luzern, Edinburgh, Berlin, Wien, Schleswig-Holstein und London (Proms) auf.
Seit 2013 ist Christian Poltéra künstlerischer Leiter der Kammermusiktage in der Bergkirche Büsingen.


Christian Poltéras zahlreiche Aufnahmen spiegeln sein vielseitiges Repertoire wider und sind vielfach ausgezeichnet worden (u. a. BBC Music Magazine Award, Gramophone Choice, Diapason d’Or de l’Année). Cellokonzerte von Dvorak, Walton, Hindemith, Schostakowitsch, Dutilleux, Lutosławski, Martinu und Ligeti gehören ebenso dazu wie Sonaten von Mendelssohn, Fauré und Saint-Saens. Mit dem Trio Zimmermann hat er Einspielungen mit Werken von Mozart, Beethoven, Hindemith und Schönberg vorgelegt.


Christian Poltéra ist Dozent an der Hochschule Luzern. Er gibt regelmäßig Meisterkurse und ist Juror an verschiedenen Cellowettbewerben, u. a. beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München. Zudem hat er Urtext-Ausgaben für den Henle-Verlag herausgegeben.

Poltéra Christian, Foto: Neda Navaee

Marco Rizzi

Als Preisträger bei den größten internationalen Violinwettbewerben (Tschaikowsky, Königin-Elisabeth und Indianapolis) erregt Marco Rizzi viel Aufsehen und wird besonders für die Qualität, die Kraft und die Stärke seiner Interpretationen geschätzt. Er erhielt auf Empfehlung von Claudio Abbado den „Europäischen Musikförderpreis“.

Marco Rizzi tritt regelmäßig unter der Leitung von namhaften Dirigenten und mit prestigereichen Orchestern in den größten Musikzentren Europas und Amerikas auf. Er ist  Widmungsträger zahlreicher zeitgenössischer Werke von Komponisten wie u.a. A. Corghi, L. Francesconi, F. Vacchi, C. Galante und U. Leyendecker.

Einspielungen für die Deutsche Grammophon, Amadeus, Nuova Era, Dynamic, Warehouse etc. dokumentieren zudem seine vielfältige künstlerische Tätigkeit. Mehrere CD-Aufnahmen mit italienischer Sonatenmusik aus dem 20. Jahrhundert wurden von der Fachwelt mit großer Begeisterung gefeiert.

Marco Rizzi ist Professor an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim und unterrichtet eine Meisterklasse an der prestigereichen Escuela Superior de Musica Reina Sofia in Madrid. Er wirkt als Juror u. a. bei bedeutenden internationalen Violinwettbewerben wie z. B. dem Königin-Elisabeth-Wettbewerb (Brüssel), dem Joseph Joachim-Wettbewerb (Hannover) oder dem Paganini-Wettbewerb (Genua) mit.

Marzo Rizzi, Foto: Timo Hecht

Erik Schumann

Erik Schumann wurde 1982 als Sohn deutsch/rumänisch-japanischer Eltern in Köln geboren. Seit 2008 ist er der Primarius des Schumann Quartetts, Gewinner des Schubert Wettbewerbs Graz 2012, des „1er Grand Prix“-Preises 2013 des Wettbewerbs Quatuors a Bordeaux und Preisträger des Jürgen-Ponto-Preises 2014. Seit 2016 ist das Schumann Quartett Künstler des CMS of Lincoln Center New York und spielt drei Jahre Konzerte in den USA.

Das Ensemble ist regelmäßig in Sälen wie dem Concertgebouw in Amsterdam, der Wigmore Hall in London, dem Wiener Konzerthaus und dem Wiener Musikverein zu Gast und spielt Konzerte bei allen renommierten Festivals im In-und Ausland. Die CD „Landscapes“ wurde 2017 mit dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Im Mai 2018 erschien die von der Presse hochgelobte neue Aufnahme „Intermezzo“.

Regelmäßige Auftritte an der Seite von Orchestern in Europa, Asien und den USA gehören auch zu Erik Schumanns Laufbahn. Darunter befinden sich Orchester wie das NDR Sinfonieorchester Hamburg, das WDR Sinfonieorchester Köln, das Gewandhausorchester zu Leipzig, die Bamberger Symphoniker, das Tonhalle-Orchester Zürich, das Orchestre de Paris, das Orchestre National de France, die Sinfonia Varsovia, das BBC Philharmonic und das Helsinki Philharmonic Orchestra, das NHK Orchestra Tokyo sowie das National Symphony Orchestra Washington D.C. und das Chicago Symphony Orchestra.

Dabei arbeitet er u. a. mit Dirigenten wie Christoph Eschenbach, Gianandrea Noseda, Jiří Bělohlávek, Muhai Tang, Vassily Sinaisky, Günther Herbig, Marin Alsop, Howard Griffiths, Toshiyuki Kamioka, Juanjo Mena, Michael Sanderling, Matthias Pintschers, David Afkham und Leoš Svárovský zusammen.

Festspiele wie die Salzburger Osterfestspiele, das Lucerne Festival, der Kissinger Sommer, die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, das Pacific Music Festival, das Schleswig-Holstein Musik Festival, das Mozartfest Schwetzingen, das Rheingau Musik Festival und das Ravinia Musikfestival Chicago haben Erik Schumann regelmäßig zu Gast.

Im Frühjahr 2015 erschien Erik Schumanns Interpretation des monumentalen Violinkonzerts von Johannes Brahms mit den Nürnberger Symphonikern unter dem Dirigat von Alexander Shelley.

Seit 2013 ist Erik Schumann Professor für Violine an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main.

Erik Schumann spielt auf einer Violine von G. F. Pressenda aus dem Jahre 1830, eine freundliche Leihgabe aus privatem Besitz.

Erik Schumann, Foto: Kaupo Kikkas

Remy Franck (Kritikerjury)

Remy Franck (*1952 in Luxemburg) veröffentlichte seine ersten Rezensionen und Features über Musik im Jahre 1968. Mit einem Diplom der Ecole Supérieure de Journalisme in Paris wurde er Kulturredakteur der Tageszeitung Luxemburger Wort (1975-1978) und Chefredakteur der Wochenzeitschrift Télécran (1978-1990).

Er machte Radiosendungen für RTL, Deutschlandfunk, Deutsche Welle, Saarländischer Rundfunk und, seit 1993, für Luxemburgs öffentlichen-rechtlichen Sender Radio 100.7. Für die Luxemburger Filmgesellschaft Profilm produzierte er Filme; Drehbücher schrieb er für mehrere Musikfilme, darunter eine Verfilmung von Vivaldis Quattro Stagioni in Form einer Ökofabel.

Von 1968 bis 2000 war Remy Franck aktives Mitglied der Jeunesses Musicales Luxembourg, als Exekutivsekretär, Aufsichtsratsmitglied und Generalsekretär. In der Internationalen Föderation der Jeunesses Musicales war er Präsident des Kommunikations-Ausschusses.

Remy Franck hielt Vorträge und leitete Workshops in Deutschland, Frankreich, Kanada, Italien, Luxemburg, Österreich und Polen.

Für mehrere internationale Label produzierte er CDs, als Erzähler machte er Aufnahmen mit Werken von Tchaikovsky, Prokofiev, Debussy, Chappell und Pierné.

Seit 2009 ist er der Jury-Präsident der International Classical Music Awards (ICMA). Von 1998 bis 2015 war er Jury-Mitglied des Mahler-Schallplattenpreises in Toblach (Italien).

1991 gründete er die Musikzeitschrift Pizzicato (www.pizzicato.lu), die seit 2014 nur noch im Internet erscheint.

Remy Franck, Foto: Nicole Junio

Jens F. Laurson (Kritikerjury)

Jens F. Laurson hört entweder Musik oder schreibt darüber. Er versucht – zur Not journalistisch, wie durch die Washington Post, durch Forbes.com oder dem Claremont Review of Books – Menschen zu klassischer Musik zu führen. Dabei erfreut er sich der Musik von Guillaume de Machaut bis zu Erkki-Sven Tüür. Besonders begeistert ihn die Zahl der vernachlässigten Komponisten des 20. Jahrhunderts wie Othmar Schoeck, Mieczysław Weinberg und Walter Braunfels. Über diese Komponisten hat er mehrere Kapitel für die zweite Ausgabe von "Surprised by Beauty – A Listener’s Guide to the Recovery of Modern Music" (Robert R. Reilly, Ignatius Press) verfasst.

Laurson, der ein ehemaliger Regensburger Domspatz ist, begann dank Tim Page über klassische Musik in der Washington Post zu schreiben. Es folgten klassische Musikspalten für Washingtons WETA 90.9, Forbes.com und Andante.com.tr sowie Beiträge zum Listen Magazine und zum Claremont Review of Books. Er arbeitete außerdem für das Wiener Konzerthaus und für mehrere Plattenfirmen. Für seine Veröffentlichungen wurde ihm der Deems Taylor Award der American Society of Composers, Authors and Publishers (ASCAP) verliehen.

Jens F. Laurson, Foto: Aurelia Stechauner

Anna Picard (Kritikerjury)

Anna Picard studierte Gesang, Klavier und Cembalo an der Royal Academy of Music in London sowie bei Dr. Thomas Lo Monaco in New York. Sie arbeitete auf dem Gebiet der Alten Musik mit Gruppen wie dem Gabrieli Consort, den Tallis Scholars, der Academy of Ancient Music und His Majestys Sagbutts & Cornetts zusammen, bevor sie in den Journalismus wechselte.

Von 2000 bis 2013 war sie klassische Musikkritikerin bei der Zeitung Independent on Sunday, 2013 wechselte sie zur The Times. Sie ist regelmäßige Mitarbeiterin bei der britischen Literaturzeitung Times Literary Supplement und bei der Sendung Record Review von BBC Radio 3, wo sie neue Veröffentlichungen von Madrigalen und Motetten für Kammermusik, Sinfonien und zeitgenössische Musik bespricht. Außerdem schreibt und präsentiert sie das Programm Building a Library, u. a. zu Liedern von Henry Pucell, zur Oper Orlando von Georg Friedrich Händel oder zur Oper The Rake’s Progress von Igor Strawinsky.

Seit 2017 ist sie bei Opera Holland Park in der neugeschaffenen Funktion als Research- und Repertoire-Beraterin tätig und arbeitet im Unternehmen in der Produktions- und Kommunikationsabteilung, um ein Programm von interdisziplinären Vorträgen und Podiumsdiskussionen zu entwickeln. Im Jahr 2018 wurde ihr eine Mitgliedschaft der Royal Academy of Music (ARAM) für ihre Arbeit als Schriftstellerin und Rundfunksprecherin für klassische Musik verliehen.

Picard Anna, Foto: Cameron Millar