Milana Chernyavska

Die deutsche Pianistin ukrainischer Herkunft erhielt ihren ersten Klavierunterricht im Alter von fünf Jahren. Bereits zwei Jahre später wurde Milana Chernyavska in die Hochbegabtenklasse am Tschaikowskij-Konservatorium ihrer Heimatstadt Kiew aufgenommen und gab ihr erstes öffentliches Konzert in der dortigen Philharmonie.

Mit zwölf Jahren gewann sie den renommierten Kammermusikwettbewerb Concertino Praga. Zahlreiche weitere Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben folgten, darunter etwa die Goldmedaille beim Vladimir-und-Regina-Horowitz Klavierwettbewerb 1994. Im selben Jahr wurde ihr der Titel „Verdiente Künstlerin der Ukraine" verliehen. 2013 erhielt sie außerdem den Alfred-Brendel-Förderpreis und 2014 den Echo Klassik in der Kategorie „Klassik ohne Grenzen".

Ihr Studium am Tschaikowskij-Konservatorium schloss Milana Chernyavska 1990 mit Auszeichnung ab. Wichtige Impulse erhielt sie unter anderem bei Alfred Brendel und Dmitri Bashkirov. Mit Auszeichnung absolviert sie ein Meisterklassenstudium an der Musikhochschule München bei Margarita Höhenrieder und Gerhard Oppitz.

Die Pianistin konzertiert mit vielen renommierten Orchestern und tritt regelmäßig bei internationalen Festivals und in bedeutenden Konzerthäusern weltweit auf. So gastierte sie beim Lucerne Festival, beim Rheingau Musik Festival, bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und den Schwetzinger Festspielen sowie u. a. auch in der Berliner Philharmonie, im Concertgebouw Amsterdam, in der Wigmore Hall London, der St. Petersburger Philharmonie, der Carnegie Hall New York und der Suntory Hall Tokio.

Als Kammermusikerin musiziert Milana Chernyavska in ihrem eigenen Ensemble, dem Milander-Quartett, mit dem sie inzwischen zwei CDs mit Werken von Beethoven und Brahms eingespielt hat, die mit dem IRR Outstanding Award ausgezeichnet wurden. Darüber hinaus arbeitet sie regelmäßig mit Künstlerkollegen wie Julia Fischer, Lisa Batiashvili, David Garrett, Daniel Müller-Schott, Rudens Turku, Sebastian Klinger, Maximilian Hornung, SusannaYoko Henkel und dem Vogler-Quartett zusammen.

Milana Chernyavskas Diskographie enthält mittlerweile mehr als 20 CDs, die bei führenden Labels erschienen sind. Ihre Einspielungen wurden mit internationalen Preisen wie dem Diapason d'Or, dem BBC Music Award und dem Pizzicato Super Sonic Award ausgezeichnet.

In ihrer Doktorarbeit über den „Wertungs- und pädagogischen Aspekt der Interpretationstheorie" setzt sie sich auch mit musikwissenschaftlichen Aspekten auseinander.

Milana Chernyavska wirkt als gefragte Pädagogin bei internationalen Meisterklassen oder als Juror bei verschiedenen renommierten Klavierwettbewerben, u. a. ARD in München oder Blüthner Goldaward in Wien. Bei etlichen internationalen Ausscheidungen erringen Milana Chernyavskas Student*Innen stets vorderste Plätze.

Milana Chernyavska, Foto: Julia Wesely

Josè Gallardo

In Buenos Aires geboren, begann José Gallardo mit dem Klavierunterricht zunächst am Konservatorium in Buenos Aires, später bei Prof. Poldi Mildner am Fachbereich Musik der Universität Mainz. 1997 erhielt er sein Diplom. Während dieser Zeit entdeckte er seine Vorliebe für Kammermusik.

Musikalische Anregungen verdankt er Künstlern wie Menahem Pressler, Alfonso Montecino, Karl-Heinz Kämmerling, Eberhard Feltz, Sergiu Celibidache, Rosalyn Tureck und Bernard Greenhouse.

José Gallardo hat zahlreiche nationale und internationale Preise errungen. Einladungen zu Tourneen und Festivals folgten, u. a. Kammermusikfestival Lockenhaus, Verbier Festival, Lucerne Festival, Ludwigsburger Schlossfestspielen, Schwetzinger Festspielen, Schleswig Holstein, Cello Festival Kronberg und Chopin Festival in Warschau.

Eine weltweite Konzerttätigkeit und kammermusikalische Zusammenarbeit verbindet ihn mit Vilde Frang, Daishin Kashimoto, Barnabás Kelemen, Gidon Kremer, Linus Roth, Benjamin Schmid, Carolin Widmann, Nils Mönkemeyer, Tomoko Akasaka, Andreas Ottensammer, Nicolas Altstaedt, Julius Berger, Maximilian Hornung, Benedict Klöckner, Miklós Perényi u.v.m.

Aufnahmen bei Warner, Deutsche Grammophone, Challenge Records Int., Genuin, NEON, Oehms Classics und Naxos sowie Fernsehen und Rundfunkproduktionen bei BR, SWR, MDR, BBC, RAI u. a.


Von 1998 bis 2008 war er Dozent in Mainz, seit Herbst 2008 lehrt er am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg.

Seit 2013 ist er, zusammen mit Andreas Ottensamer, Künstlerischer Leiter des Kammermusikfestivals „Bürgenstock Festival“ in Luzern.

José Gallardo, Foto: Nikolas Hagele

Ayumi Janke

Ayumi Janke wurde als Tochter deutsch-japanischer Eltern in München geboren und erhielt ihren ersten Klavierunterricht im Alter von drei Jahren von ihrem Vater Prof. Ansgar Janke, ein wenig später ihren ersten Violinunterricht. Bei Prof. Karl-Heinz Kämmerling an der Universität Mozarteum Salzburg, in dessen Meisterklasse sie zunächst als Jungstudentin und nach dem abgeschlossenem Abitur als Vollstudentin studierte, erreichte sie 2010 ihren Magisterabschluss mit Auszeichnung. Weitere Anregungen erhielt sie bei Prof. Gerhard Oppitz, Prof. Klaus Hellwig, Prof. Sergei Dorenski und Prof. Thomas Brandis.

Bereits mit fünf Jahren gewann sie den 1. Preis mit Auszeichnung bei „Jugend musiziert“ in der Wertung Klavier solo, auf die weitere 1. Preise auf Landes- und Bundesebene in den verschiedensten Besetzungen folgten, oftmals verbunden mit diversen Sonderpreisen. Außerdem ist sie Trägerin des Europäischen Musikpreises für die Jugend. Mehrere Stiftungen wie die Studienstiftung des Deutschen Volkes oder die Deutsche Stiftung Musikleben haben sie mit Stipendien ausgezeichnet.

Ihre Konzerttätigkeiten führten sie in wichtige Konzertsäle Europas und Japans, so u. a. beim Schleswig-Holstein-Musikfestival, beim Mecklenburg-Vorpommern Festival, bei den Mittelrhein Musik-Momenten, beim Bach-Festival Bern und beim „Lago Maggiore“ in Italien.

Neben ihren solistischen Tätigkeiten legt sie besonderen Wert auf die Kammermusik, in der sie besondere Anerkennung erfährt. Beim Sarasate-Wettbewerb in Pamplona/Spanien wurde ihr 2007 ein Sonderpreis für hervorragende Leistungen als Klavierbegleiterin verliehen. Seither ist sie eine gefragte Korrepetitorin bei zahlreichen internationalen Wettbewerben und Meisterkursen.

Ihr künstlerisches Wirken auf der Bühne ergänzt sie mit der didaktischen Tätigkeit als Mitarbeiterin des „Interdisziplinären Forum für künstlerische Interpretation“ am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg und seit 2015 zudem auch als Dozierende der Kalaidos Musikhochschule.

Ayumi Janke, Foto: Julia Smirnova